Gestern Demonstration in Berlin

Gestern Demonstration in Berlin

Für die Aufhebung des PKK-Verbots

"PKK-Verbot aufheben – für eine demokratische Lösung der kurdischen Frage" - das war das Motto der Veranstalter für die Demonstration am gestrigen Samstag in Berlin. Sie zog mit knapp 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vom Hermannplatz zum Oranienplatz.

Korrespondenz
Für die Aufhebung des PKK-Verbots
(rf-foto)

Eine kämpferische Demo mit buntem Fahnenmeer, aber doch deutlich weniger als bei der Spontandemo am vorherigen Wochenende gegen den Angriff Erdogans auf Rojava. Hier wirkt die Kriminalisierung des kurdischen Befreiungskampfs in Deutschland sicher auch einschüchternd auf einige Kurden, so dass unter den Teilnehmern nur rund die Hälfte kurdische Familien waren, die andere Hälfte v.a. linke Jugendorganisationen und Antifa, die sich zu zwei Blöcken formiert hatten. Unser Transparent „Hände weg von Rojava,  sofortige Aufhebung des PKK-Verbots, Freiheit für Öcalan“ wurde sehr häufig fotografiert, wir verteilten die Erklärung der MLPD zur Verurteilung der jüngsten Angriffe auf Rojava, unsere Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf und dass wir als MPLD von Beginn an die Aufhebung des Verbots der PKK gefordert haben, weil Befreiungskampf eines unterdrückten Volkes  kein Terrorismus ist.

 

Zahlreiche Exemplare des Rote Fahne-Magazins wurden verkauft, dabei gab es viele Spenden für unsere Solidarität, auch einige Broschüren "Der Ukrainekrieg und die offene Krise des imperialistischen Weltsystems" fanden Interesse. Einige trugen sich in die Liste der neuen Friedensbewegung ein, weil sie richtig und gut von uns fanden, dass der kurdische Befreiungskampf Teil einer antiimperialistischen Einheitsfront gegen Faschismus und Krieg sein muss.

 

Auch zu unserem Buch „Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Opportunismus“ gab es interessante Auseinandersetzungen. Dass wir solidarisch mit dem kurdischen Befreiungskampf sind und dass wir den demokratischen Konföderalismus als gefährliche Illusion kritisieren. Die Vorstellung einer autonomen Demokratie neben dem kapitalistischen Staat zerschellt doch an der Wirklichkeit der Zuspitzung zwischenimperialistischer Widersprüche. Es gab kritische Reden gegen den Imperialismus, die imperialistische Politik der Bundesregierung wurde ins Visier genommen. Aber z.B. begründeten die Veranstalter die Aufhebung des Verbots der PKK auch mit der Politik des "demokratischen Konföderalismus". Hier ist weiter solidarische Auseinandersetzung angesagt.

 

Der  angemeldete Redebeitrag der MLPD konnte dann bei der Abschlusskundgebung doch nicht gehalten werden, weil die Veranstalter wegen einzelner Polizeiübergriffe am Rande der Kundgebung die Veranstaltung vorzeitig beendeten.