Saarbrücken

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Menschen aus fünf Ländern diskutieren über Ukrainebroschüre und aktiven Widerstand

Saarbrücken, Veranstaltung zum Ukrainekrieg: Die akute Weltkriegsgefahr wächst und es ist ein ungerechter Krieg von beiden Seiten. Der Ausweg liegt in einer internationalen sozialistischen Revolution.

Korrespondenz

Anna Bartholomé berief sich in ihren Ausführungen auf die Analyse der MLPD „Der Ukrainekrieg und die offene Krise des imperialistischen Weltsystems". Darüber diskutierten im Anschluss Menschen aus fünf Ländern, darunter aus Russland und aus der Ukraine.

 

Wenn das imperialistische Russland die Ukraine angreift und das Volk der Ukraine das Recht hat, sich zu wehren, worüber sich die Anwesenden einig waren – woher sollen sie die Waffen nehmen, wenn doch die MLPD gegen Waffenlieferungen ist? Dazu trugen die Referentin und Versammlungsteilnehmer und -teilnehmerinnen wichtige Argumente vor: Die MLPD ist gegen Waffenlieferungen an die reaktionäre Regierung. Freiheit für das ukrainische Volk gibt es nicht mit der Selenskyj-Regierung, sondern nur im Kampf gegen sie. Sie will nicht die Freiheit der Massen, sondern drängt im Auftrag von Oligarchen und Milliardären in die EU und in die NATO, um selbst in der Liga der Imperialisten mitzuspielen. Die Regierung setzt auf radikalen Antikommunismus und unterdrückt die Massen. Die Arbeiterklasse und die Massen stehen vor der sehr komplizierten Aufgabe eines Zweifrontenkriegs. In dem Maß, wie sie diesen aufnehmen, werden sie sich auch Waffen besorgen können.

Der Ukrainekrieg und die offene Krise des imperialistischen Weltsystems

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Mit interaktiven Anmerkungen

 

Es geht aber auch darum, jetzt vermehrt aktiv zu werden, auch wenn der Weg des aktiven Widerstands gegen die Weltkriegsgefahr noch eine Minderheitenposition ist. Karl Liebknecht war anfangs auch der Einzige, der gegen den Ersten Weltkrieg kämpfte. Nach zwei Jahren begannen dann 1916 Massenaktionen und Streiks gegen den Krieg.

 

Eine Teilnehmerin warb für die Teilnahme an der Demonstration eines Bündnisses am 3. Dezember in Saarbrücken und rief dazu auf, selbst Schilder zu malen z.B. mit der Losung „Waffen nieder – Löhne rauf!". Ein anderer forderte dazu auf, den Aufbau einer Widerstandsgruppe praktisch anzupacken. Beides stieß auf Zustimmung. Auch durch eine schöne Dekoration, Büchertisch, Spendenaufruf und -sammlung, Essens- und Getränkeverkauf, eine Tombola und das gemeinsame Singen des Lieds „Ich bin Soldat, doch bin ich es nicht gerne" wurde die Veranstaltung zu einer runden Sache und und mobilisierte, den Kampf gegen die Weltkriegsgefahr zu verstärken.