Gelsenkirchen

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Strompreiserhöhung im Briefkasten

Ein Brief der ELE, des lokalen Energieversorgers Emscher Lippe Energie GmbH, flatterte diese Woche in den Briefkasten. Überschrift: Preiserhöhung für Strom zum 1. Januar 2023

Korrespondenz

"Sehr geehrte Frau XY, die Preise Ihres Elestromplus steigen zum 01.01.2023: Der Arbeitspreis steigt um 10,15 Cent pro Kilowattstunde brutto, der Grundpreis um 12,21 pro Jahr brutto. ... Bei einem Jahresverbrauch von 3000 Kilowattstunden ergeben sich höhere Kosten von ca. 317 € pro Jahr." Prost Mahlzeit. Als ob nicht schon genügend andere Preise ansteigen!

 

Auf der Rückseite ist alles im Detail aufgeschlüsselt. Der Arbeitspreis steigt von 33,81 Cent pro Kilowattstunde auf 43,96 Cent pro Kilowattstunde. Eine stolze Erhöhung! Doch mir fällt ein Stein von Herzen: Die Strompreisbremse kommt! Also alles gut? Pustekuchen. Die Strompreisbremse will den Arbeitspreis gerade mal auf 40 Cent pro Kilowattstunde deckeln. Das heißt, die Bremse ist selbst schon eine Erhöhung von 33,81ct/kWh auf 40 Cent. Dass diese Erhöhung bei 40 Cent einfriert, das gilt auch nur für 80% meines Vorjahresverbrauchs. Für die 20% drüber fallen die 43,96 Cent an.

 

Dazu muss man sagen: Vor 2008 lag der Strompreis bei unter 20 Cent pro Kilowattstunde. Und dazu muss man sagen: Für die Industrie, also die Großkonzerne, wird der Strompreis auf 17 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt.

 

Einen Tag später flattert ein Brief meines Vermieters in den Briefkasten (der sich weigert, unsere Siedlung energetisch zu sanieren). Mit freundlichen Worten endet der Brief: "Die einfachste und effizienteste Art Energie zu sparen ist und bleibt das Nutzerverhalten. Aus diesem Grund finden Sie anbei Tipps zu Energieeinsparmöglichkeiten." Leider hat er vergessen, die beizulegen.