Ukrainekrieg

Ukrainekrieg

„Es wird nicht bei den 100 Milliarden Sondervermögen Bundeswehr bleiben“

Die wachsende Kriegsgefahr verlangt, sich auch mit militärstrategischen Fragen zu beschäftigen.

Korrespondenz aus Duisburg

Wir müssen in unseren allseitigen Analysen der objektiven Entwicklung künftig auch stärker Fragen der Militärstrategie und der Waffentechnologie - ausgehend von unseren dialektischen Grundlagen der Strategie und Taktik - analysieren. Hinter dem Ruf nach schweren Waffen für die Ukraine steckt ein heimtückischer Plan, die Ukraine zum Sprungbrett einer Militäroffensive gegen Russland zu machen und die ukrainische Armee dafür auch zu verheizen. Dazu ist Selenskyi bereit.

 

Ich hatte noch bei der Bundeswehr erlebt, wie diese damals in den Manövern ganze Panzerverbände mit mehreren tausend Kampfpanzern auffahren ließ und Tagesbefehle ausgegeben wurden, die „Roten auf breiter Front zurückzuschlagen.“ Das ließ schon beim Manöver mit Übungsmunition eine mörderische Feuerwalze erahnen. Da wird nicht verteidigt, sondern volle Offensive gefahren - ohne Rücksicht auf Menschenverluste.

 

Mir wurde aber auch damals schon irgendwie klar, dass die ganze Wucht sehr, sehr anfällig ist. Nämlich, wenn die Leute nicht so mitmachen, wie sich die Generäle das vorstellen. Da wurden die Soldaten damit eingeschüchtert, dass im „Ernstfall“ diejenigen, welche ausscheren, rücksichtslos von den eigenen Leuten abgeknallt werden. Der ganze Tross mit Logistik (Sprit, Munition, Verpflegung usw.) ist ein riesiger Komplex, der schon in den Fabriken beginnt (allein für einen Panzer wurde damals mit 700 Liter Diesel auf 100 km gerechnet). Der Aufbau einer ganzen Panzerarmee mit mehreren 1000 Kampf-, Schützen- und Fliegerabwehrpanzern geht weit über die 100 Milliarden Sondervermögen hinaus. Und diese Summen werden sie aus den Massen herauszupressen versuchen.

 

Die Imperialisten können einen solchen Krieg nur führen, wenn sie eine sozialchauvinistische bis sozialfaschistische Denkweise breiter verankern, um einen Kriegstaumel zu erzeugen und dabei jeden Widerstand gnadenlos zu unterdrücken versuchen. Das ist allerdings für die Monopole und ihre Regierung nicht so einfach, denn die Massen sind viel aufgeklärter und wissen auch durch die jahrelange Berichterstattung über imperialistische Kriegsgräuel, was auf sie zukommen kann. Auch darauf werden die bürgerlichen Massenmedien umgestellt.