Gleiche Bezahlung im Rettungsdienst

Gleiche Bezahlung im Rettungsdienst

Begrüßenswertes Urteil des Bundesarbeitsgerichts

Ich begrüße folgendes Urteil des Bundesarbeitsgerichts! Ein Rettungsassistent in Teilzeit muss den gleichen Stundenlohn erhalten wie ein Vollzeitbeschäftigter.

Von Ulrich Achenbach

Ein Rettungssanitäter aus Bayern hatte gegen seinen Rettungsdienst geklagt, weil er 5 Euro Stundenlohn bei gleicher Arbeit weniger bekam als ein Vollzeitbeschäftigter (17,00 Euro). Der Rettungsdienst begründete das ungleiche Entgelt damit, dass sich der geringfügig Beschäftige die Arbeitszeiten aussuchen könnte und damit erhebliche Vorteile gegenüber den Vollzeitbeschäftigten hätte, deren Dienstplan verbindlich geregelt ist.

 

Dem folgte das Bundesarbeitsgericht jedoch nicht und stellte klar, dass Teilzeitkräfte einen Anspruch auf gleiche Entlohnung haben wie Vollzeitbeschäftigte. Im Urteil hieß es: "Arbeitgeber dürfen geringfügig Beschäftigten, die Wunscharbeitszeiten anmelden können, nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) nicht den Stundenlohn kürzen. Bei gleicher Qualifikation und identischer Tätigkeit haben diese Arbeitskräfte einen Anspruch auf die Stundenvergütung in jener Höhe, wie sie Vollzeitbeschäftigte mit verbindlich festgelegter Arbeitseinteilung erhalten, urteilte der 5. BAG-Senat in Erfurt."

 

Die höchsten deutschen Arbeitsrichter gaben in einem Revisionsverfahren einem Rettungssanitäter aus Bayern recht, der als geringfügig Beschäftigter bei einem Rettungsdienst tätig ist und im geringeren Stundenlohn eine Benachteiligung gesehen hatte. Diese Entscheidung ist uneingeschränkt zu begrüßen!