Atomkriegsgefahr

Atomkriegsgefahr

Nukleare Beinahe-Katastrophe in Europa 1966

Was viele nicht wissen: 1966 stand ganz Europa und angrenzende Regionen kurz vor einem atomaren Super-GAU, der die Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki in Japan in den Schatten gestellt hätte!

Korrespondenz aus Bochum
Nukleare Beinahe-Katastrophe in Europa 1966
Das betroffene Gebiet ist bis heute gesperrt (foto: Schumi4ever (CC BY-SA 4.0))

Vor 57 Jahren explodierte ein US-Langstreckenbomber über dem spanischen Küstenort Palomares und verlor vier Wasserstoffbomben, die er geladen hatte. Erst heute nähern sich die Dekontaminierungsarbeiten ihrem Ende. (Quelle: https://www.spektrum.de/news/als-es-atombomben-regnete/1393804?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE)

Dazu Auszüge aus dem Bericht über das Geschehen:

Es war der 17. Januar 1966, als den Bewohnern von Palomares der Himmel auf den Kopf fiel. In neun Kilometer Höhe war über dem kleinen, beschaulichen Küstenort ein strategischer Langstreckenbomber der US Air Force mit einem Tankflugzeug kollidiert. Brennende Teile der beiden Maschinen regneten herab. Erstaunlicherweise wurde jedoch keiner der Bewohner ernsthaft verletzt. Es ist ein ungeheures Glück, dass der Hauptzünder für die Atomwaffen nicht aktiviert wurde und damit keine Kettenreaktion der mit Plutonium bestückten Raketen in Gang gesetzt wurde. Diese Explosionen hätten zumindest große Teile von Spanien zerstört und die nukleare Strahlung hätte ganz Europa unbewohnbar gemacht! So wurde "nur" eine Zone rund um die Absturzstelle radioaktiv kontaminiert.

 

Die Mission des Bombers, der zur Hochzeit des Kalten Krieges mit vier mächtigen Wasserstoffbomben unterwegs war: Bei der Operation "Chrome Dome" 1960 bis 1968 flogen laufend Bomberstaffeln auf vier verschiedenen Routen rund um die Sowjetunion im internationalen Luftraum und waren in der Lage, einen verheerenden Atomkrieg auszulösen. Diese Missionen bewiesen den Imperialismus der US-Regierung und deren Bereitschaft, ohne Rücksicht auf Menschenleben und die Natur ihre Weltmachtsansprüche durchzusetzen. Auf keinen Fall wird durch weitere Waffenlieferungen, wie an die Ukraine, der dortigen Bevölkerung geholfen!