Ostermarsch Lübeck
Gegen alle Kriegstreiber und Ultrarechte
Die VVN, die DFG-VK und das Internationalistische Bündnis hatten zum Ostermarsch Lübeck aufgerufen. Etwa 120 kamen, weniger als letztes Jahr.
Wenn uns ein Journalist in die Ecke von „Freunden Putins“ rücken wollte, hatte er ein Problem. Einhellig verurteilten wir die russische Aggression gegen das ukrainische Volk und ebenso klar die Kriegstreiber der NATO. Gemeinsam sprachen wir uns gegen Waffenlieferungen an die Ukraine aus.
Das Internationalistische Bündnis gestaltete die Zwischenkundgebung mit einem Beitrag, den eine Vertreterin von Courage und ein Mitglied der MLPD vortrugen. Viel Beifall gab es zu der Aussage „Wenn es der NATO wirklich um die Menschen und den Frieden ginge: Was hindert sie daran zu sagen: Russland soll sich hinter seine Grenzen zurückziehen. Im Gegenzug ziehen wir die NATO-Truppen aus Osteuropa ab und schaffen eine entmilitarisierte Zone.“ Ermutigend für alle auch die Aussagen zum Widerstand in Dänemark, wo am 5. Februar 50 000 auf die Straße gingen gegen das Vorhaben der Regierung, einen Feiertag für die Aufrüstung zu streichen. Oder der Streik der italienischen Hafenarbeiter am 24. Februar gegen Waffenlieferungen an die Ukraine.
Ein Vertreter der DFG-VK bemerkte in seiner Schlussrede: Es gibt in der Friedensbewegung die Position, dass es auch gerechte Kriege gibt. Im Kampf gegen die Weltkriegsgefahr müsse man aber zusammenarbeiten. Auf keinen Fall gibt es eine Zusammenarbeit mit Querdenkern und Reichsbürgern. Journalisten der Lübecker Nachrichten hatten keine Putin-freundlichen Positionen entdecken können. Dafür erwähnten sie den Ostermarsch nur am Rande eines ausführlichen Berichtes über einen kirchlichen Kreuzweg in Solidarität mit der Ukraine.