Ulm

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Die Sache mit der Revolution...

Mehr als 600 Menschen haben sich heute am 1. Mai an der Demonstration und mehr als 1000 an der Kundgebung auf dem Weinhof beteiligt. Das waren mehr als letztes Jahr! Mit vielen Sprechchören und Parolen zog die Demo durch Ulm. Die migrantischen Organisationen sorgten für kämpferische Stimmung. Das InterBündnis mit allen beteiligten Organisationen half kräftig mit.

Von Korrespondenten aus Ulm

Ein Vertreter der ATIK hielt auf der Kundgebung die Rede für die Migrantenorganisationen. Er betonte die internationale Solidarität, besonders im Hinblick auf die Kämpfe in Frankreich, und rief auf, bei den Wahlen in der Türkei die fortschrittlichen Kräfte zu stärken. Die Fahne der Yesil Sol Parti (YSP) wehte an mehreren Ständen auf dem Kundgebungsplatz.

 

Die DGB Jugend hielt wieder einen sehr kämpferischen Redebeitrag, forderte ein allgemeines Streikrecht und einen Lohnnachschlag. Sie kritisierte, dass die Jugend mit der derzeitigen Ausbildungsvergütung kein eigenständiges Leben führen kann.

 

Das provokante Verhalten der Polizei, die mehrmals mit großem Aufgebot durch die Kundgebung gezogen ist, muss noch weiter untersucht werden. Es hieß, sie hätten "verbotene Flaggen" entdeckt. Es ging vermutlich um die Flaggen der YPG, die aber nicht verboten sind.

 

Am Stand der MLPD gab es ununterbrochen gute Diskussionen. Zwar überwiegt noch die Skepsis, ob das wirklich zu machen ist, „die Sache mit der Revolution und so“. Aber einige Menschen wollen den Kontakt zur MLPD und zum REBELL intensivieren. Mehrere Jugendliche überlegen ernsthaft, zum Rebellischen Musikfestival mitzukommen. Es wurden verschiedene Bücher aus der Reihe Revolutionären Weg verkauft – mehr als sonst. Auch Literatur in türkischer Sprache und auf Farsi fand Interessenten. Viele verzichteten auf ihr Wechselgeld und stärkten so die weitere Aufbauarbeit der Partei für den echten Sozialismus zusätzlich zum Kauf der Literatur.