Oberhausen

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„Nehmt ihnen die Welt aus der Hand – eh sie verbrannt!“

Ca. 200 Kolleginnen und Kollegen verschiedener Gewerkschaften demonstrierten zum 1. Mai in Oberhausen. Vorne viele ver.di-Flaggen, stolz getragen nach den beherzten Kämpfen der letzten Zeit. Natürlich waren auch die IG Metall, IGBCE und andere vertreten.

Von Korrespondenz aus Oberhausen

Zwei Dinge waren neu: Der DGB hatte die Musikkapelle, die sonst bei der Demo vorne weg zog, gestrichen. Aber die MLPD hatte ein offenes Mikrofon dabei mit aktuellen Parolen – gegen die Weltkriegsgefahr, zur Umweltkatastrophe, zur Zukunft. Und natürlich trugen unsere jungen Mitglieder das neue Transparent: „Der Kapitalismus bedroht die Menschheit. Perspektive: Echter Sozialismus!“, auch Fahnen der MLPD fehlten nicht.

 

Beim anschließenden „Familienfest“ der Gewerkschaften waren es insgesamt ca. 300 Leute. Infostände der Gewerkschaften, der Linkspartei, der Falken, von Amnesty International, der VVN BdA und natürlich auch ein Büchertisch von uns – obwohl der von der DGB-Führung ohne jede Begründung abgelehnt worden war.

 

Die Reden verschiedener Gewerkschaftsvertreter und auch des Oberbürgermeisters griffen unter der Hauptlosung „ungebrochen solidarisch“ Kernpunkte des gegenwärtigen Krisengeschehens auf: Ukraine-Krieg, Inflation, Armut, Wohnungssituation, Lage der Jugend usw. - Lösungen wurden jedoch nicht angesprochen.

„Untersteht euch, ans Streikrecht zu gehen!“ Sonst wären die Kämpfe der letzten Wochen nur ein Vorgeschmack gewesen auf kommende Kämpfe. Dafür bekam der Hauptredner, Carsten Burckhardt von der IG BAU, großen Applaus.

 

Keiner der offiziellen Redner hat sich wirklich mit den Zukunftsaussichten befasst – für die ganzen Krisen bietet der Kapitalismus auch keine Lösung. Das war in vielen Gesprächen dann unser Thema.