Argentinien
Massendemonstration am 18. Mai
Mächtige Demonstrationssäulen mit zigtausenden Arbeitern, Arbeitslosen, Rentnern, Frauen und Jugendlichen eroberten am 18. Mai, dem nationalen Tag des Kampfes gegen die volksfeindliche Erpressungspolitik des Internationalen Währungsfonds, die Avenida 9 de julio in Buenos Aires bis zur Casa Rosada.
Zum ersten Mal kämpften hier gemeinsam linke Kritiker der peronistischen Fernandez-Regierung aus der Arbeiter- und Volksbewegung mit Kräften aus dem Regierungsbündnis Frente de todos, in der die Widersprüche zum Regierungskurs inzwischen spürbar wachsen. „Um Hunger, Armut und der Verschärfung der Krise entgegenzutreten, versammelten sich die UTEP, das CCC zusammen mit der Piquetera-Einheit, CTA-A, FOL, Frente Milagro Sala und mehr als 75 soziale, populäre gewerkschaftliche und politische Organisationen in Massen, um Forderungen gegen den Nahrungsmittelnotstand zu stellen“ schreibt die Zeitung der PCR Argentinien,„Hoy“, am 19. Mai. Weiter ging es darum, das katastrophale Abkommen mit dem IWF über 44,5 Milliarden US-Dollar zu bekämpfen, das unter der rechten Vorgängerregierung Macri getroffen und von der aktuellen Fernandez-Regierung bedient wird.
Eine Inflation von 108,8 Prozent im vergangenen Jahr lässt inzwischen Menschen verhungern, zwei von drei Kindern sind arm. Die Massen lehnen die Schuldenrückzahlung an den IWF ab, während heute vielfach die Löhne unter der Armutsgrenze liegen und Lebensmittellieferungen durch den Staat an die wachsende Zahl der Armen als Demütigung empfunden werden. Der Aufschwung der Arbeiter- und Volkskämpfe gegen die Abwälzung der Krisenlasten braucht eine revolutionäre, sozialistische Perspektive!