Gedenken an Haider Akbar Khan Rano

Gedenken an Haider Akbar Khan Rano

Er wollte nie Khan genannt werden

Kurz vor 13 Uhr kamen heute vor der Gelsenkirchener Lenin-Statue an der Horster Mitte Bewohnerinnen, Bewohner und Angestellte der Horster Mitte, Genossinnen und Genossen der MLPD und neugierig gewordene Passanten zusammen.

Von ffz
Er wollte nie Khan genannt werden
Bild von der Kundgebung. Am Mikrofon: Gabi Fechtner (rf-foto)

Die Zusammenkunft von ca. 60 Teilnehmenden hatte einen traurigen Grund: den Tod von Haider Akbar Khan Rano, langjähriger Vorsitzender der Kommunistischen Partei Bangladeschs (CPB), ein bedeutender Marxist-Leninist unserer Zeit.

 

Gabi Fechtner, Vorsitzende der MLPD, begrüßte die Anwesenden und erinnerte an den Verstorbenen. Sie würdigte Khan Rano als engen Freund, dessen Tod einen großen Verlust für die internationale marxistisch-leninistische Bewegung darstellt. Sie betonte seine Rolle als Führer, Vordenker und Vorkämpfer der internationalen marxistisch-leninistischen Bewegung. Er gehörte zu denjenigen, die von Anfang an die internationale Koordinierung und Zusammenarbeit geschmiedet und gepflegt haben. Damit haben Menschen wie Khan Rano die revolutionäre Weltbewegung erheblich vorangebracht. Khan Rano hinterlässt uns ein wichtiges und bedeutendes Lebenswerk.

 

Im Weiteren trug sie aus dem Kondolenzschreiben vor, das sie, Monika Gärtner-Engel und Stefan Engel im Namen des Zentralkomitees der MLPD an die Kommunistische Partei Bangladeschs und seine Angehörigen geschrieben haben (hier geht es zu dem Schreiben).

 

Sie berichtete darüber, dass Khan Rano über viele Jahre hinweg eine der größten Parteien der revolutionären Weltorganisation ICOR¹ repräsentierte. Die Kommunistische Partei Bangladeschs hat 400.000 Mitglieder. Seine Beerdigung bestätigte seinen Rang als Massenführer. Sie stellte eine große Manifestation für den Sozialismus dar. Tausende Menschen besuchten sie und machten daraus eine richtige Demonstration. Alle großen Zeitungen und TV-Sender kamen an der Beerdigung Khan Ranos nicht nur nicht vorbei, sondern berichteten ausführlich darüber. Diese Berichterstattung über ihn war seiner würdig, und die MLPD wird aktiv dazu beitragen, dass sein Lebenswerk und seine Bedeutung international gewürdigt werden.

 

Viele führende Mitglieder der MLPD kannten Khan Rano. Für sie war er ein Freund, ein wichtiges Vorbild und ein Vertrauter. Gabi Fechtner berichtete von einem Besuch bei Khan Rano, der erst wenige Wochen zurücklag. Auf einer Reise, unter anderem durch Bangladesch, konnte sie den damals schon schwer Kranken besuchen.

 

Sie las aus einem Brief von ihm vor, der als ein „letzter Gruß“ gesehen werden kann. Er betonte in diesem Brief unter anderem die Bedeutung der ICOR bei der Koordinierung der revolutionären Aktivitäten und Parteien in der Welt. Dass sie damit die Gedanken und Gefühle der Anwesenden getroffen hatte, bewies der lang anhaltende Beifall.

 

Gabi Fechtner bekräftigte, dass Haider Akbar Khan Rano im Kampf und den Herzen der Genossinnen und Genossen der MLPD weiterleben wird. Sie dankte ihm für alles, was er der MLPD und der internationalen revolutionären Bewegung hinterlassen hat, und verpflichtete alle Anwesenden darauf, sein Lebenswerk fortzusetzen.

 

Anna Schmit, die Vorsitzende des Jugendverbandes REBELL gedachte ebenfalls des Verstorbenen. Sie hob seine Bedeutung als Vorbild für die Massen weltweit hervor. Sie berichtete darüber, wie sie ihn auf einer Reise kennenlernen durfte, wie beeindruckt sie davon war, dass sein Glaube und seine Zuversicht für und in den Sozialismus unerschütterlich und fest gewesen sind. Weiter berichtete sie, dass er nach ihrem Bericht darüber, dass der REBELL dabei ist, eine sozialistische Jugendbewegung aufzubauen, erfreut sagte: „Das ist sehr wichtig, weil die Jugend ein sozialistisches Bewusstsein braucht“. Sie würdigte ihn als Befreiungskämpfer und Theoretiker der internationalen revolutionären Bewegung, der die Bücher aus der Reihe REVOLUTIONÄRER WEG sicher besser kannte als mancher Genosse des REBELL.

 

Klaus Wallenstein, langjähriges Mitglied des Zentralkomitees der MLPD und langjähriger Länderverantwortlicher für Indien und Bangladesch, beschrieb Haider Akbar Khan Rano aus eigenem Erleben. So berichtete er, dass es ihm immer wichtig war, dass er von den Massen in Bangladesch, mit denen er so eng verbunden war und deren Führer er selbst ausgebildet und geprägt hatte, niemals „Khan“ genannt wurde. Denn „Khan“ ist ein Herrschaftstitel. Das war ihm, der immer proletarisch dachte, zuwider. Er verwies auch auf die Bedeutung des Verstorbenen für die MLPD. So berichtete er schmunzelnd, dass Stefan Engel, langjähriger Parteivorsitzender der MLPD und heute Leiter des theoretischen Organs MLPD, REVOLUTIONÄRER WEG, vor vielen Jahren, als sie Khan Rano bei einem Besuch in Deutschland zum Auto brachten, zu ihm sagte, dass er ja nur gut auf ihn Acht geben solle. Er sei unser "wichtigster Freund". Rano baute auch die kämpferische Bauern- und Frauenbewegung in Bangladesh führend mit auf.

 

Gabi Fechtner richtete abschließend internationale und solidarische Grüße an die revolutionären Genossinnen und Genossen in Bangladesch, verbunden mit dem Wunsch, dass diese das Lebenswerk und die proletarische Linie Haider Akbar Khan Ranos weiterführen möge. Mit den Klängen der Internationale endete die Gedenkveranstaltung.