Griechenland

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Morgen 24-stündiger Streik auf RO/RO-Schiffen

Die griechische Seeleute-Gewerkschaft P.E.N.E.N. ruft für morgen zu einem 24-stündigen Streik auf. Reeder, YEN und Dienstleister spielen mit der Sicherheit auf Schiffen und weigern sich, den berechtigten und fairen Forderungen nachzukommen. P.E.N.E.N. schreibt:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

die Gewerkschaft P.E.N.E.N. hat seit zwei Jahren auf die schwerwiegenden Probleme hingewiesen, mit denen die Besatzungen der RO/RO-Schiffe konfrontiert sind, die im Einsatz sind und die Grundversorgung der Inseln mit Gütern sicherstellen, darunter auch gefährliche Ladungen wie Erdöl, Benzin, Flüssiggas, Sauerstoffflaschen, Chemikalien.

 

Im vergangenen Mai hat die P.E.N.E.N zum ersten Mal in der Geschichte der RO/RO-Schiffe eigenständig einen 48-stündigen Warnstreik durchgeführt und damit einen Rahmen für Forderungen geschaffen, der sowohl unsere Branche als auch alle Seeleute vereint.

 

Wir haben viel Zeit für Verhandlungen und die Lösung unserer berechtigten Forderungen eingeräumt. In aufeinanderfolgenden Treffen, die auf Initiative der P.E.N.E.N-Verwaltung mit beteiligten Reedereien stattfanden, die RO/RO-Schiffe auf verschiedenen Küstenlinien betreiben, wurden unsere Forderungen zum wiederholten Mal formuliert. Insbesondere bei dem Treffen mit der „ATTICA GROUP“, das in den vergangenen Tagen stattfand, wurde den Führungskräften der Rahmen der Forderungen unserer Vereinigung vorgelegt, aufgrund derer im Mai 2025 ein 48-stündiger Warnstreik durchgeführt wurde.

 

Die „ATTICA GROUP” lehnte die Forderungen unserer Mitglieder im Wesentlichen ab und bot nur wenige Cent für den Transport gefährlicher Güter mit ihren Schiffen an, wodurch die Verhandlungen scheiterten. Vorgestern fand das Treffen mit dem Eigner der RO/RO-Schiffe der „CRETA CARGO” G. Koukianakis statt, das trotz der positiven Atmosphäre ebenfalls ergebnislos blieb. Auf eine unserer grundlegenden Forderungen, nämlich die Anpassung der Überstunden für das Be- und Entladen von Autos sowie von gefährlichen Gütern, erhielten wir keine Antwort. Vielmehr er verschob die Antwort auf März 2026!

 

Die Reeder der Unternehmen „ΑΕΙΝΑΥΤΗΣ Ν.Ε” und „ΑΙΓΙΑΛΙΣ Ν.Ε” haben bis jetzt nicht auf die außergerichtlichen Mahnungen der P.E.N.E.N reagiert, die ihnen seit Oktober letzten Jahres vorliegen. Sie lauten:

 

  • Festlegung der Personalzusammensetzung auf RO/RO-Schiffen entsprechend ihrem tatsächlichen Bedarf
  • Unterzeichnung eines Tarifvertrags auf der Grundlage der in der Küstenschifffahrt geltenden Bestimmungen
  • Wesentliche Anpassung der Garagenzulagen
  • Gefahrenzulage von 15 %.
  • Einführung von 2 freien Tagen pro Monat (24 Stunden außerhalb des Schiffes) für alle Monate des Jahres für die Besatzungen von RO/RO-Schiffen.

 

Wir möchten auch betonen und gleichzeitig klarstellen, dass in Bezug auf die Besatzung und die personelle Zusammensetzung dieser Schiffe die Zuständigkeit beim Ministerium für Schifffahrt liegt. Die Zuständigen schweigen provokativ. ...

 

Unser Kampf wird entschlossen und unnachgiebig sein und so lange fortgesetzt werden, bis unsere berechtigten Forderungen erfüllt sind. (...)