Afrika
Kriegseskalation im Ost-Kongo
Die Kämpfe im Ost-Kongo gehen trotz eines am 15. November unterzeichneten Waffenstillstandsabkommens unvermindert weiter.
Und damit auch das Leid der Menschen dort. Die M23/AFC-Milizen – gut ausgestattet und weitgehend gesteuert von Ruanda – haben mittlerweile auch die wichtige Stadt Uvira eingenommen. Die kongolesische Armee ist geschwächt, die Bevölkerung auf sich selbst gestellt. In einer Woche flohen 30.000 Menschen nach Burundi. Es droht die Gefahr, dass der Krieg auf Burundi übergreift.
Zwar kündete die M23 aktuell am 16. Dezember ihren Rückzug aus Uvira an, aber davon ist nichts zu sehen. Im Gegenteil: Sie setzen ihren Vormarsch fort, um in die enorm rohstoffreiche kongolesische Region Ost-Katanga vorzudringen, wie sie verkündeten.¹ In diesem seit Jahrzehnten geführten Krieg geht es nicht um ethnische Konflikte zwischen Hutus und Tutsis, sondern um den Zugriff auf die wertvollen Rohstoffe des Landes, bei dem die imperialistischen Mächte die Fäden ziehen. So lässt sich Trump seine (noch dazu erfolglosen) „Bemühungen“ um Frieden mit Lizenzen für Bodenschätze im Kongo versilbern.²