Donald Trump

Donald Trump

Lügen an die Nation

Über Trump kann man sich aus zwei Gründen nur schwer lustig machen. Erstens ist das alles viel zu ernst geworden - zweitens ist der faschistische Präsident seine eigene Karikatur. Die Rede an die Nation, die er nun kurz vor Weihnachten hielt, waren etwas mehr als 18 schwer zu ertragende Minuten der Selbstbeweihräucherung und Hetze.

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In seiner Rede hat sich Trump nicht etwa Mühe gegeben, für ihn besonders günstige Faktoren hervorzuheben, um damit alles andere in den Hintergrund zu drängen, nein: Trump stellte sich seinem schlimmsten Feind, der Realität, mutig von Angesicht zu Angesicht und spuckte ihr in's Gesicht. Vor 11 Monaten habe er nach einem gewaltigen "Erdrutsch"-Sieg einen Schlamassel übernommen, den er nun erfolgreich aufräume.

 

In seiner dem Anschein nach frei gehaltenen Rede erfand er eine Geschichte nach der anderen. Der allgemeine Tenor: "worst to best". Die USA seien vom schlimmsten Land der Welt in nur 11 Monaten von ihm zum besten Land der Welt gemacht worden, dem "heißesten Ort". Und das muss stimmen, schließlich "sagen das auch alle großen Führer in der Welt, mit denen ich gesprochen habe!" so der Faschist. Nun, Putin muss es ja wissen. Nebenbei habe Trump höchstpersönlich 8 Kriege in 10 Monaten beendet und das erste Mal in 3000 Jahren Frieden im Nahen Osten geschaffen. Am selben Tag liefern die USA Waffen im Rekordwert von 11,1 Milliarden US-Dollar an Taiwan und befeuern so die Weltkriegsgefahr.

 

In ähnlicher Manier streute er viele solcher Behauptungen: Einige sagen dies, einige sagen das. Und immer wieder, alles sei "never seen before", noch nie dagewesen seien die "unglaublichen" (ja, wirklich) Erfolge seiner Administration. Die Inflation sei um Rekordwerte gesunken (denn Trump gibt sich nicht mit Kleinkram ab). Er verspricht den Massen, was sie brauchen und wollen: Sinkende Lebenshaltungskosten und eine bessere, günstigere Gesundheitsversorgung - auf Kosten der Versicherungsunternehmen, die mit der demokratischen Partei im Bunde stehen würden. Seine wirkliche Weltanschauung zeigt sich immer wieder. Nur ein Beispiel: 100 Prozent aller Jobs die "er" geschaffen habe, hätte er im Privatsektor geschaffen, denn nur das mache ein Land groß. Nun ist das statistisch natürlich leicht getan, wenn man schließlich keine öffentlichen Stellen schafft; dann spielt es ja gar keine Rolle, wie viele oder wenige Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft entstehen. Aber darum geht es gar nicht: Die völlige Entfesselung der Monopole bleibt innenpolitisch sein tatsächliches Ziel, und er versucht es, den US-amerikanischen Massen als Segen zu verkaufen!

 

Und was er noch nicht unterstellt, von dem behauptet er: Bald, ganz bald, ihr werdet es sehen, im neuen Jahr! Dann werden auch die Hauspreise sinken, weil die angebliche Invasion illegaler Migranten. Die hätten die Hauspreise nach oben getrieben, weil die Biden-Administration ihnen neue Häuser bezahlt hätte.

 

Es wäre alles so lächerlich, wenn Trump nur nicht wirklich die Speerspitze der globalen Faschisten geworden wäre und in den USA einen faschistischen Staat aufbaute - aber er tut es. Am Ende bleibt deswegen ein Satz von Trump am deutlichsten im Gedächtnis: "Jetzt lacht niemand mehr!"