Kein falsches Mitleid

Kein falsches Mitleid

Die AfD, eine griechische Fabel und Mao Zedong

Alice Weidels größte Sorge ist derzeit der Zustand der deutschen Wirtschaft. Sie fordert eine „Stärkung des Industriestandorts“ und sorgt sich um eine „beispiellose Deindustrialisierung“. Sie befürchte „massenhaften Stellenabbau“¹ und heuchelt damit, es ginge ihr beim Mitleid mit den Monopolkapitalisten um die Interessen der Industriearbeiter.

Von einer Korrespondentin
Die AfD, eine griechische Fabel und Mao Zedong
Mao Zedong im Jahr 1950 (foto: gemeinfrei)

Dazu passt eine Fabel, die Mao Zedong in einer Schrift 1948 zitiert. Er stellt dabei fest, dass sich die „Feinde des chinesischen Volkes“ plötzlich „harmlos oder gar mitleiderregend“ stellen. Er schreibt: „Hier ist es angebracht, eine alte griechische Fabel zu zitieren: ‚An einem Wintertag fand ein Landarbeiter eine vor Kälte steifgefrorene Schlange. Von Mitleid gerührt, hob er sie auf und legte sie an seine Brust. Die Schlange, durch die Wärme wiederbelebt, fand ihre natürlichen Instinkte wieder und versetzte ihrem Wohltäter einen tödlichen Biß. Der sterbende Landarbeiter sagte: ,Ich habe es nicht anders verdient, da ich mich eines bösen Wesens erbarmte.'"²


So wird es auch den Arbeitern gehen, wenn sie aus Mitleid mit den krisengeschüttelten Monopolkapitalisten auf ihre Interessen verzichten. Dabei sind sicherlich viele der AfD-Wähler mit dem sterbenden Landarbeiter gleichzusetzen und wir müssen sie vor dem Tod bewahren. Alice Weidel hingegen ist der Giftzahn der Schlange, der brutalste und gefährlichste Teil des Monopolkapitals, für das sie Mitleid fordert. 

 

Kein Wunder, gilt ihre wahre Sorge im genannten Artikel dem angeblichen „planwirtschaftlichen Eingriff“ durch die Regierung. Diese Ehre hat Merz wahrlich nicht verdient. Sozialistische Planwirtschaft hingegen, die die Wirtschaft gemäß dem Interesse der Masse der arbeitenden Menschen plant, würde wirklich Wirtschaftskrisen beenden, wäre im Interesse des Landarbeiters – und das endgültige Aus der Schlange!