Philippinen

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Drei Kinder und zwei Jugendliche bei Bombardierungen getötet

Menschenrechtsorganisationen auf den Philippinen verurteilen die Flächenbombardierungen in Mindoro durch das philippinische Militär.

Von den Deutsch-Philippinischen Freunden

Unter dem Vorwand der Bekämpfung der Neuen Volksarmee wurden am Neujahrsmorgen zwölf Bomben aus Hubschraubern abgeworfen. Sie töteten zwei Studenten, drei Kinder der indigenen Bevölkerung der Mangyan-Iraya und verletzten ihre Mutter. Zudem wurden die Felder der ansässigen Farmer zerstört und ihr Vieh wurde getötet.


769 Menschen wurden vertrieben und in einer ansässigen Schule untergebracht. Hintergrund sind geplante Bergbauprojekte durch die Regierung, sowie Windparks und die geplante Privatisierung einer sich auf dem Gelände befindenden Höhle für Ökotourismus.
Den Angriffen gingen zahlreiche Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen in der Region Mindoro voraus. Ebenso wurden Angehörige von Menschenrechtsorganisationen, die sich für die Rechte der Mangyan-Iraya einsetzten, bedroht und verfolgt.


So wurde am 23. Dezember 2025 der zur Wahl stehende Bürgermeisterkandidat Monet Alcantara gewaltsam aus seiner Wohnung geholt. Ihm wurde der Besitz von illegalen Waffen unterstellt. Am 2. Dezember wurde eine Frau, die der Mangyan-Iraya angehörte, festgenommen und gefoltert. Zuvor waren im März, April und August 2025 zwei Farmer und ein Jugendlicher ermordet worden. Sogar Delegationen der Internationalen Solidaritätsmission in Abra de Ilog, die sich mit der indigenen Bevölkerung verbündet hatten, erfuhren Repressionen und Einschüchterungsversuche.


Die Menschenrechtsorganisation ICRHP appelliert für Gerechtigkeit für die Opfer der Bombardierungen und verurteilt das philippinische Militär und die Marcos-Jr.-Regierung für die gravierende Missachtung internationaler Menschenrechte und die Gefährdung des Lebens Hunderter Zivilisten. Sie fordern ein Ende der Militarisierung in Mindoro.