Dortmund

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Mehr als 4000 Menschen für Rojava

Mehr als 4000 Demonstrantinnen und Demonstranten kamen zur Verteidigung Rojavas am 30. Januar nach Dortmund.

Von einer Korrespondentin

Die Demo war kämpferisch und gut organisiert. Ein riesiges Polizeiaufgebot entspricht der Kriminalisierung des kurdischen Befreiungskampfes und war völlig unangebracht. Viele Demonstrantinnen und Demonstranten bekamen vom Waffenstillstandsabkommen zwischen der syrischen Regierung und den kurdischen Kräften, das am Vortag geschlossen worden war, wenig mit.


Wir von der MLPD diskutierten und fragten nach der Meinung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Viele sind sehr skeptisch und zum Teil enttäuscht, wollen sich aber auch erstmal genau damit befassen. Dieses Abkommen scheint auf jeden Fall eine Reaktion auf den anhaltenden Widerstand und die internationale Solidarität und Demonstrationen zu sein, aber es sind auch weitgehende Zugeständnisse der kurdischen Kräfte gemacht worden.


Eine Eingliederung der kurdischen Kräfte in die syrische Regierung kann sich kaum einer vorstellen. "Wie soll man Seite an Seite mit islamistischen Faschisten leben, die unsere Frauen zerstückelt haben?“, sagte eine kurdische Freundin. Zugleich muss die Spaltung des kurdischen und arabischen Volkes überwunden werden. Auf der großen Bühne, die auf dem Friedensplatz aufgebaut worden war, gab es Grüße von Kommandanten der YPJ aus Rojava. Es gab Grüße von Vertretern der Parteien SPD und Grüne. Die MLPD überbrachte ein Grußwort. Es ist Zeit für die Arbeiterklasse und für die Völker, sich im Kampf gegen Faschismus und Krieg – für Frieden, Freiheit und Sozialismus – enger zusammenzuschließen. Wir trafen viele Freundinnen und Freunde wieder und nehmen uns vor, auch in Dortmund wieder enger zusammenzuarbeiten.