Proletarische Kultur

Proletarische Kultur

Angriffslustig und optimistisch – Aschermittwoch im Arbeiterbildungszentrum Stuttgart

In fröhlicher Stimmung und Erwartungsfreude startete der politische Aschermittwoch der MLPD im rappelvollen Saal des Arbeiterbildungszentrums in Stuttgart. Die Küche hatte vier Essen liebevoll vorbereitet: Ofenkartoffeln mit Gemüsepotpourri – ein Gedicht! Super organisiert lieferten die Bedienungen die Bestellungen an die Gäste.

Von der Landesleitung Baden-Württemberg der MLPD

Über der Bühne das Transparent: Der Kapitalismus bedroht die Menschheit. Perspektive Echter Sozialismus. Diese klare Ansage prägte die proletarische Kultur des Abends.
Auf Ihre Erwartungen befragt, geben diese Aussagen ein schönes Bild der Stimmung: „Ich bin hier mit vielen Freunden und erwarte dass heute Abend proletarisch abgerechnet wird, die Leute haben die Schnauze voll von der herrschenden Politik“. „Dass mit der Regierung ordentlich ins Gericht gegangen wird.“, „Eine Stärkung für die proletarische Kultur“, „Dass es spannend wird und die bürgerlichen Politiker so richtig durch den Kakao gezogen werden.“, „Dass es um die aktuelle Situation geht auf der Welt und was man besser machen kann auch für die Umwelt“.
Mit dem Lied „Lebe Palästina“ eröffnete das musikalische Duo des REBELL Heilbronn solidarisch und kämpferisch das Programm.
Der Hauptprogrammpunkt des Abends, die Rede der MLPD, vorgetragen von Philipp Schaaf, Sprecher der MLPD Stuttgart-Sindelfingen und Franziska Schmidt vom REBELL rechnete ab mit den Auswüchsen einer bürgerlichen imperialistischen Krisenpolitik, die die Menschheit an den Abgrund führt. Mit der Parodie auf die aalglatten Lebens- und Tagesarbeitszeitpläne von Kanzler Merz „Was macht Ihr eigentlich schon hier? Alle in Livestyle-Teilzeit? Ganz wie Söder, der von 30 Plenarsitzungen 2023 nur an 5 anwesend war?“ war der angriffslustigen Stimmung im Publikum schon so richtig entsprochen. Und dann wurde genauer hingeschaut was es mit dem tatsächlich bedrohlichen Zustand auf der Welt auf sich hat.

 

Die Frage, ob die Menschen noch einmal auf die Faschisten hereinfallen? Und die Erkenntnis dass sich in einem weltweiten politischen Gärungsprozess eine Millionen umfassende antifaschistische und antiimperialistische Bewegung formiert. Riesen Applaus gab es für die den Erfolg der antifaschistischen Bewegung in den USA, die den ICE zum Abzug aus ganz Minneapolis zwang. NIE WIEDER IST JETZT! wissen heute unvergleichlich viel mehr Menschen als zur Zeit der Machtübernahme Hitlers. Alleine in Deutschland beteiligten sich in den letzten Jahren 7 Millionen Menschen an Protesten.
Die massenhafte Zerstörung von Arbeitsplätzen in der Automobil- und Zuliefererindustrie mit dem Segen der bürgerlichen Parteien wurde angeprangert und zum Tribunal gegen Daimler, Porsche, Bosch, Audi & Co. am 6. März um 17 Uhr im Arbeirerbildungszentrun eingeladen. 100 Gewerkschafter in Sindelfingen standen schon in den Startlöchern, den geplanten Auftritt des AfDlers Frohnmeiner zu verhindern, der dann seinen Auftritt doch besser wieder absagte.
Das sind nur einige Punkte der wirklich interessanten, analytischen und perspektivischen Rede dieses Abends, die begeisterte und mobilisierte: „Setzen wir dem in Zerstörung befindlichen Weltimperialismus die zukunftsträchtige Perspektive der vereinten sozialistischen Staaten der Welt entgegen!“
Ein tolles musikalisches Erlebnis bereiteten uns im Anschluss baden-württembergische Künstler: in Stuttgarter Trio trat mit einem musikalischen Madley auf. Unter anderem mit dem Song „Wahnsinn, ne Wohnung zu finden, ist die Hölle“ trafen sie die katastrophalen Wohnungsverhältnisse in der Region Stuttgart. Renate aus Albstadt zog in satirischen Versen die gesamte bürgerliche Parteienlandschaft reimend durch den Kakao. Und ihr Aufruf „Holt Münzen und Scheine aus der Hos‘ und werft sie hier für die MLPD in die Dos‘“ ergab ein tolles Spendenergebnis von 1252,28 Euro. Vielen Dank an alle!
Die Stuttgart21 Percussiontruppe verbreitete richtig tolle Demostimmung. Das Heilbronner REBELL-Duo mit selbst komponierten Songs „Alle zusammen gegen den Faschismus! Das ist der Rhythmus, wo jeder mit muss.“ oder „Ich tanze Tango auf den Scherben rechter Demagogie“ - einfach umwerfend gut! Beim letzten „Wir sagen NEIN zu eurem Krieg!“ von Gitarrist Lukas aus Stuttgart. Der von einer Sängerin begleitet wurde sang und klatschte der ganze Saal mit.
Wir bedanken uns bei allen, die zu diesem Abend beigetragen haben.“ verabschiedete der Moderator die mehr als 200 Gäste, die gestern einen wunderbaren Abend, ein Feuerwerk proletarischer Kultur, erleben durften.

C und B