Ostermarsch
Knapp 300 friedensbewegte Menschen in Lübeck
Zum diesjährigen Ostermarsch hatte das „Friedensbündnis Ostermarsch“ aufgerufen, in dem sich DFG-VK, VVN-BdA, der Frauenverband Courage, Die Linke, die MLPD, die Umweltgewerkschaft und das BSW auf einen gemeinsamen Aufruf unter dem Motto „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ geeinigt hatten.
Unter anderem wurde gefordert: Stopp jeder imperialistischen Aggression! Stopp von Waffenexporten und keine Auslandseinsätze der Bundeswehr!
Die Teilnehmerzahl war leicht gestiegen. An vier Kundgebungsorten sprachen zwölf Rednerinnen und Redner, davon fünf junge Menschen – ein deutlicher Fortschritt gegenüber früheren Jahren.
Kämpferisch prangerte eine junge Frau den Bundeswehreinsatz in Afghanistan an, der keineswegs zur Befreiung der Masse der Frauen führte. Ein Vertreter der IPPNW kritisierte die Militarisierung des Gesundheitswesens, ein Jugendlicher die drohende Einführung der Wehrpflicht.
Der Genosse der MLPD machte deutlich: „Es gibt keinen Grund, den Glauben an die Menschheit zu verlieren, sondern stattdessen den Glauben, dass der Kapitalismus bzw. Imperialismus Frieden schaffen kann.“ Er hob den ungeheuren Überlebenswillen der Unterdrückten in Gaza und die Kämpfe von Hafenarbeitern gegen die Kriegsvorbereitungen und Waffentransporte hervor. Außerdem warb er für eine Spende an das Al-Awda-Krankenhaus in Gaza. 230 Euro kamen zusammen.
Angesichts der Drohung von Trump, die iranische Bevölkerung in die Steinzeit zurückzubomben, erinnerte er unter Beifall an das Wort Rosa Luxemburgs von „Sozialismus oder kapitalistische Barbarei“. Ein Musiker spielte anschließend „Imagine“ von John Lennon.
Der erfolgreiche Ostermarsch bestärkte unser Bündnis, auf diesem Weg weiterzumachen.