Ostermarsch Ruhr
Bochum: Über 200 Personen im Saal der "KoFabrik"
Der aktuelle Flächenbrand in Nahost und die damit steigende Weltkriegsgefahr haben dazu geführt, dass sich die traditionellen Ostermärsche erfreulicherweise auf mehrere Regionen in Deutschland ausgeweitet haben.
Ich beteiligte mich an der Abschlusskundgebung des Ostermarsches Rhein-Ruhr in der „KoFabrik“ in Bochum an der Stühmeyerstraße.
Das Motto in Bochum hieß auch dementsprechend: "Kriegstüchtig – zum Sterben bereit und zum Töten – wir sind es nicht" (Slogan des Bochumer Friedensplenums).“ Schätzungsweise über 200 Personen kamen in den Veranstaltungssaal der "KoFabrik"; er war brechend voll. Fortschrittliche Friedensorganisationen, Natur- und Tierschutzbündnisse sowie Parteien wie die Linkspartei und die DKP samt Jugendorganisation SDAJ waren mit Ständen dort vertreten. Auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt.
Der Themenschwerpunkt der Reden bestand in der Verteidigung der Demokratie in Rojava und der Verurteilung der türkischen Angriffe, aber auch der Völkermord in Gaza und die jetzige Situation des Iran-Krieges waren Themen. Der Sänger und Gitarrist Achim Bigus präsentierte Friedens- und Protestlieder gegen Krieg und Unterdrückung. Am Stand des „Berliner Appells gegen neue Mittelstreckenwaffen“ wurde ich auf deren Zeitung „Gegen den Krieg“ aufmerksam. Hier äußerten sich u. a. Personen von der VVN-BdA, eine Gewerkschaftssekretärin, ein ehemaliger Vorsitzender der IG Metall, Vertreter von pax christi u. a. über den Völkermord in Gaza, die Aufrüstung in Deutschland, das Nein zur Wehrpflicht in Deutschland sowie den Abbau der Sozialleistungen im Sinne der Kriegswirtschaft in Deutschland.
Ich vermisste jedoch eine Analyse für die zunehmenden weltweiten Kriege. Der Kapitalismus und der damit verbundene Faschismus sind die Hauptursachen. Ein Plakat, etwa mit der Aufschrift „Stoppt den Imperialismus und das Wetteifern der Konzerne um die Weltherrschaft“, konnte ich nirgendwo sehen.