Halle/Saale

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Überparteiliches Friedensbündnis bewährt sich auf dem Ostermarsch

Am Ostermotag trafen sich Alt und Jung auf dem Marktplatz von Halle um ihrer Sorgen und ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen.

Von einem Korrespondenten

Die führende Weltkriegsvorbereitung auch Deutschlands, der Flächenbrand im Nahen Osten/Westasien, die heimlich eingeführte Genehmigungspflicht von Auslandsaufenthalten über 3 Monate... Gründe gab es also genug den Ostermarsch in Halle zu besuchen.

 

Außerdem gibt es ein sich entwickelndes, überparteiliches "Friedensbündnis Halle", das die notwendige Bandbreite von Religion bis Revolution auf antifaschistischer Grundlage zu verkörpern sucht. Und so kamen auch etwa 400 Menschen und damit deutlich mehr als das Jahr zuvor.

 

Im Programm waren zahlreiche Rede- aber eben auch Musikbeiträge enthalten: Die regional bekannte Band „Die Greenhorns“ mit ihrer irischen Folkmusik spielte auf und die Antikriegslieder "Sag mir wo die Blumen sind" und Bob Dylans "With God on our side" wurden zum besten gegeben. Ein Puppenspiel zur drohenden Stationierung von US-Mittelstreckenraketen sprach auch die Kinder im Publikum an.

 

Die Demonstration als Höhepunkt zwischen Auftakt- und Abschlusskundgebung war auch bunt, lebendig und mit drei Megaphonen und Musik gut hörbar. Die Grüße befreundeter Friedenskämpfer in der Region (Leipzig, Rostock, Kamenz, ...), die grundlegende Einheit in der Vielfalt der Redebeiträge (pazifistisch, christlich und die Hälfte mit sozialistischem Anspruch) und die Auflockerung durch die Musik zum Mitsingen - für das Friedensbündnis war das ein Erfolg.

 

Gegen Ende fasste der Redebeitrag der MLPD den optimistischen Geist des Tages gut zusammen: "Unser Zusammenschluss (…) ist bereits Teil einer Einheitsfront und damit Teil der Lösung. Was wir noch brauchen, ist der Anspruch, eine lebenswerte Zukunft tatsächlich zu erkämpfen und den Feinden dieser Zukunft mutig entgegenzutreten und immer mehr Menschen auf diesem Weg dabei zu helfen sich frei zu machen vom Chauvinismus, von der AfD-Demagogie (…), aber auch zu helfen, Hoffnungslosigkeit (…) und vielfach eine Unterschätzung der laufenden Weltkriegsvorbereitung zu überwinden. Für diese nötige Kleinarbeit (…) dafür müssen wir uns fit machen (…). Die Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker, wie es so schön heißt, Menschen dafür und weitergehende Ziele wie den echten Sozialismus - oder wie man diese lebenswerte Zukunft auch nennen mag - zu gewinnen, das ist weit besser schaffbar als für imperialistische Aggressionen."