Veranstaltung der MLPD Küste in Hamburg
Flächenbrand im Nahen Osten: „Kampf um den Weltfrieden herausgefordert“
Die MLPD Küste führte zum Thema „Angriff auf den Iran, Flächenbrand im Nahen Osten - Kampf um den Weltfrieden herausgefordert“ am 15. März 2026 eine Veranstaltung in Hamburg mit über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch.
Die ATIF verpflegte uns mit leckerem Essen. Vom Podium sprachen sechs Vertreter revolutionärer und fortschrittlicher Parteien und Bewegungen. Moderiert wurde sie von Suse Bader, einer der Europa-Koordninatorinnen der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen.
Der Vertreter der KP Iran fasste seinen Impulsbeitrag in drei Konsequenzen für den Freiheitskampf im Iran zusammen:
- Auf die eigene Kraft vertrauen!
- Die Befreiung von der faschistischen „islamischen Republik“ des Iran kann aber nicht einfach aus der spontanen Bewegung erreicht werden, dazu muss die revolutionäre Partei aufgebaut und gestärkt werden.
- In den zunehmenden Streiks im Iran bildet sich die entscheidende Rolle der Arbeiterklasse heraus.
Der Vertreter des Rats der Sozialisten und Freidenker: Der Angriffskrieg der USA auf den Iran fordert neue Opfer unter den breiten Massen und erschwert den Freiheitskampf gegen den Faschismus. Der ist erste Aufgabe im Iran, sie muss mit sozialistischer Perspektive geführt werden.
Die Vertreterin der iranischen Frauenbewegung und ebenfalls Europa-Koordinatorin der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen, betonte die besondere Initiative der iranischen Frauenbewegung schon 1973, den Kampf gegen das faschistische Mullah-Regime aufzunehmen, anlässlich der verordneten Zwangsverschleierung. Der große Fehler der Linken nach dem Sturz des Schah-Regime darf sich nicht wiederholen, die falsche These war: Antiamerikanismus wäre gleichbedeutend mit Antiimperialismus, und deshalb müsste die „islamische Republik“ des Ayatollah Khomeini unterstützt werden. Damit begann aber die barbarische, blutige faschistische Diktatur seit nunmehr über 40 Jahren.
Weitere Beiträge vom Podium und aus dem Saal kritisierten die ähnliche Vereinfachung der Situation durch die DKP-Führung und „Kommunistische Organisation/KO“ heute, die sich mit der (faschistischen) „Islamischen Republik“ gegen den US-Angriff solidarisch erklärt. Die USA sind die Hauptkriegstreiber der Welt, aber es muss gegen jeden imperialistischen Krieg gekämpft werden, auch des Iran im mittleren Osten, so der Vertreter der ATIK. In der deutschen Friedensbewegung muss geklärt werden, dass der opferreiche Befreiungskampf der Massen im Iran gegen das faschistischen Mullah-Regime unterstützt werden muss. Ein junger Kollegen aus dem Saal drückte seinen großen Respekt vor dem iranischen Befreiungskampf aus und stellte Fragen dazu.
Der Vertreter der Palästina-Solidaritätsbewegung aus Bremen griff die „totale Regel- und Gesetzlosigkeit“ und den Bruch des Völkerrechts an am Beispiel der zionistischen Ideologie und Praxis. Der Völkermord in Gaza hat nichts mit den Interessen des jüdischen Volkes zu tun. In einer Schweigeminute gedachten wir der Opfer von Faschismus und Krieg weltweit.
Ein Kollege hob den Kampf gegen den deutschen Imperialismus hervor. Wachsende Potentiale für eine revolutionäre Gärung können und müssen genutzt werden für den Kampf um den Sozialismus, führte der MLPD-Vertreter aus. „Stärken wir dazu weltweit die revolutionären Parteien durch die ICOR; in Deutschland MLPD und REBELL.“
Die Moderatorin rief angesichts der akuten Bedrohung alle zur Stärkung einer weltweiten antiimperialistischen und antifaschistischen Friedensbewegung auf. Der Vorschlag eines gemeinsames Auftreten auf den DGB-Demonstrationen zum 1. Mai fand große Zustimmung; weitere bundesweite Möglichkeiten sind die 8.-Mai-Demo zum Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus in Essen und tagsüber der 3. Schülerstreiktag gegen die Wehrpflicht.
Die Veranstaltung entwickelte große Zuversicht. Zwei iranische Revolutionärinnen und „pepperoni“ trugen das iranische Freiheitslied vor: „Das Frühjahr kommt!“ Zum Schluss sangen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam die Internationale: „Es rettet uns kein höh’res Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun, uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun.“