Rostock

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Gemeinsame Protestaktion zum Nakba-Tag stärkte den Zusammenhalt

Anlässlich des 78. Nakba-Tages rief die Rostocker Solidaritätsgruppe von „Palästina muss leben" zusammen mit palästinensischen Freunden zur Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf und für ein Ende des Völkermords in Gaza auf.

Korrespondenz

Etwa 30-40 Personen versammelten sich auf dem zentralen Universitätsplatz. Als Organisationen waren MLPD, REBELL und RKP beteiligt. Zu Beginn wurde der zigtausenden Opfer des Völkermords am palästinensischen Volk gedacht, insbesondere der Frauen und Kinder. Dazu wurde das bewegende Lied MEEN – WER? von Ahmad Kaabour gespielt. Es handelt von dem 12-jähringen Muhammad al-Durrah, der während der zweiten Intifada im Jahr 2000 von israelischen Soldaten erschossen wurde und in den Armen seines schwerverletzten Vaters starb.

 

In mehreren Redebeiträgen wurden die trotz Waffenstillstand weitergehenden Kriegsverbrechen der israelischen Armee, der Völkermord in Gaza und die geplante Vertreibung und Vernichtung des palästinensischen Volkes angeprangert. Scharf wurde auch die bisher nicht eingestellte Beihilfe der Bundesregierung zum Völkermord kritisiert und der sofortige Stopp der Waffenlieferungen gefordert.

 

Ein Beitrag ging auf den Antisemitismus-Vorwurf ein, der einschüchtern und vom Protest abhalten soll: Wir sind nicht gegen Juden und das jüdische Volk, sondern gegen die barbarische Vernichtungs- und Kriegspolitik der Netanjahu-Regierung, gegen die auch immer mehr israelische Bürger selbst aktiv werden. Das ist kein Antisemitismus, sondern notwendige Solidarität mit dem berechtigten Befreiungskampf des palästinensischen Volk. Dieser wurde sehr begrüßt.

 

Der Jugendverband REBELL rief auf, sich in den Gaza-Soli-AGs zu organisieren und stimmte mehrmals kämpferisch „Viva, viva Palästina!" „Deutschland finanziert, Israel bombardiert!" und „Hoch die internationale Solidarität" an. Wir sammelten 69,80 Euro Spenden für das ICOR-Projekt zum Wiederaufbau des Al-Awda-Krankenhauses. Am Ende bedankten sich unsere palästinensischen Freunde ausdrücklich für diese mutmachende gemeinsame Aktion der internationalen Solidarität.