Leserbrief (Auszüge)
Fußball-WM der Männer nur in Mexiko und Kanada?
Am 11. Mai veröffentlichten wir auf Rote Fahne News eine Zuschrift aus Herne "Die Fußball-WM 2026: Ein antifaschistisches Signal durch Boykott der USA-Spielstätten und Ausweichen auf Kanada und Mexiko?"
Ein Leser schrieb dazu:
Zu dem Artikel, die Fußball-WM in den USA zu boykottieren und die Spiele nach Mexiko und Kanada zu verlegen, möchte ich einige kritische Anmerkungen machen. Allein schon aus logistischen Gründen ist so eine Verlegung kurzfristig überhaupt nicht möglich. Ein Ereignis wie die WM hat eine Vorlaufzeit von ca. acht Jahren inklusive Bewerbungszeitraum. Um das Turnier zu erhalten, müssen die Bewerber Voraussetzungen erfüllen, welche mit Sicherheit einige hundert Seiten umfassen.
Ich kenne nicht die Situation der Fußballstadien in Mexiko und Kanada, bin mir aber ziemlich sicher, das es nicht gelingen würde, in beiden Ländern zusätzlich elf Spielstätten in vier Wochen einzurichten. Auf die absurde Idee, die WM einfach nur auf die fünf Stadien in Mexiko und Kanada aufzuteilen, möchte ich hier gar nicht näher eingehen. Zudem wird in dem Artikel nicht mal am Rande auf die Frage eingegangen, wie denn das Problem der Unterbringung von Mannschaften, Berichterstattern, Funktionären sowie Zuschauern gelöst werden sollte. Neben der logistischen Unmöglichkeit gäbe es auch mit Sicherheit ein rechtliches Problem. (...)
Viel wichtiger wäre es, die WM mitsamt der weltweiten Öffentlichkeit dazu zu nutzen, das Trump-Regime zu demaskieren, die Widerstandsbewegungen in den USA solidarisch zu unterstützen. (...)