Gelsenkirchen/Emden

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Vorwärtsgang gewinnt Respekt und polarisiert

Mittags zum Schichtwechsel bei VW Emden. Wir begrüßen die Kolleginnen und Kollegen mit: "Moin! Ab 8.7. Mitbestimmung durch Streik! Das ist eine Sprache, die Blume versteht."

Korrespondenz

Besonders bei Leiharbeitern von Weets kommt das gut an: "Ja, Streik wäre richtig!" und einzelne kramen eine Spende für den Vorwärtsgang aus ihren Taschen. Ein VW-Kollege meint nachdenklich: "Hoffentlich wird Streik nicht nötig. Aber wenn, dann bin ich dabei."

 

Wir verteilen mehr als noch am Montag. Einer pflaumt uns feindselig an: "Ihr wisst schon, dass ihr mit den Ängsten der Kollegen spielt!" und kriegt die passende Antwort. "Angst will ja wohl der VW-Vorstand machen, der 100.000 Arbeitsplätze vernichten will. Der braucht die richtige Antwort - Streik!".

 

Ein Kollege meinte ernst: "Wenn das Werk hier zumacht, dann ist Ostfriesland tot." Und er stimmt zu, dass alle Werke jetzt zusammen kämpfen müssen.

 

Einzelne Kollegen wollen den Vorwärtsgang erst mal gründlich zu lesen und überlegen, ob sie künftig mit uns zusammenarbeiten wollen. Uns fällt auf wie platt die Kollegen aus der Frühschicht kommen. Die Arbeitshetze steht ihnen ins Gesicht geschrieben.

 

Es gibt viel zu verarbeiten - und das geht nur im Vorwärtsgang!