Diskussion

Diskussion

Gut und wichtig, die Auseinandersetzung um die Handhabung von KI weiterzutreiben

Liebe Redaktion, nachfolgend eine kurze kritische Anmerkung zum gestrigen Beitrag „Pro und Contra – KI in der Kultur“.

Korrespondenz aus Wuppertal

Es ist gut und wichtig, die Auseinandersetzung um die Handhabung von KI weiterzutreiben. Bei verschiedenen Beiträgen zu KI auf Rote Fahne News und auch jetzt zu den Beiträgen zu „Pro und Contra – KI in der Kultur“ finde ich es nicht richtig, dass die Werbung für unsere Literatur fehlt.


Immerhin ist hierzu u. a. die Schriftenreihe „Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre von der Denkweise“ hilfreich. Sie gibt eine grundlegende Orientierung und der IV. Teil darin befasst sich doch gerade auch mit der Krise der bürgerlichen Kultur.“ 

 

Ich bin in Sachen KI bislang noch sehr unbedarft, nutze diese auch nicht bewusst und würde mich auch nicht als „Kulturschaffender“ im herkömmlichen Sinn verstehen. Allerdings gab es auch schon ohne KI tolle und überzeugende Kulturbeiträge. Sie entstanden aus der Kleinarbeit der MLPD und anderer, kämpferischer Bewegungen und waren durchdrungen mit den Erfahrungen aus dem Leben und Kampf der Arbeiter und ihrer Familien: Glosse zum Übernahmekampf von Lehrlingen mit bissiger Attacke gegen die Geschäftsleitung; Songs zur Stärkung des Selbstbewusstseins bei Streiks um Lohnnachschlag, Arbeitszeitverkürzung und um jeden Arbeitsplatz; Gedichte bei Montagsdemos zur Solidarität Erwerbslosen mit bissiger Ironie gegen würdelose und bürokratische Schikane auf den Ämtern; Sketche gegen arbeiterfeindliche Regierungspolitik; Gedichte und Lieder zur Abschaffung des $ 218 usw. Sie betrafen Denken, Fühlen und Handeln, boten eine Perspektive, sprachen den Angesprochenen aus dem Herzen, auch in der Sprache und mit Arbeiterwitz. 

 

Nutzung der modernen Technik, wenn diese nicht verloren geht! Zu befürchten ist bei einer überhöhten Wertung/Nutzung von KI, dass sich in der proletarischen Kulturarbeit eine Richtung entwickelt – etwa in Liedern etc. – von lebloser Sprache mit politischen Postulaten in Reimform.

 

Eine grundlegende Ausrichtung gab 1963 Mao Zedong in seiner gleichnamigen Schrift eingangs:  „Woher kommen die richtigen Ideen der Menschen? Fallen sie vom Himmel? Nein. Sind sie dem eigenen Gehirn angeboren? Nein. Die richtigen Ideen der Menschen können nur aus der gesellschaftlichen Praxis herrühren, nur aus dem Produktionsprozess, dem Klassenkampf und dem wissenschaftlichen Experiment – diesen drei Arten der gesellschaftlichen Praxis.“

 

Wird dies nicht in der Auseinandersetzung um KI etwas geringgeschätzt?

 

In Kenntnis von KI hätte Mao Zedong sicher heute zugelegt: „Beachtet unbedingt diese grundlegenden Merkmale. Doch geht dialektisch mit der neuen Technik um, nutzt sie klassenbezogen – auch in der Kulturarbeit – zum Kampf um Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung. "

Herzliche Grüße