VW
Stellenabbau beim Management
Auf der Betriebsversammlung in Emden kündigt VW-Chef Blume an, ein Viertel der Stellen im Management abzubauen. Der Belegschaft, die vor einer drohenden Schließung steht, erklärt er: "Alle Bereiche müssen ihren Teil beitragen; es ist ein Kraftakt, der nur gemeinsam gelingen kann."
Die Maßnahme soll das Bild verstärken, alle bei VW müssten gemeinsam den Karren aus dem Dreck ziehen. Blume ist die ganzen letzten Tage bemüht, das erwachte Klassenbewusstsein der VW-Arbeiterinnen und -Arbeiter wieder zurückzudrängen. Aber völlig unabhängig davon, ob beim Management gekürzt wird oder nicht; Blume will mit Arbeitsplatzvernichtung und Werkschließungen weiterhin die Ausbeutung der Belegschaften steigern und den Konzernprofit im internationalen Konkurrenzkampf wieder steigern.
Das ist kein gemeinsamer Karren, kein gemeinsamer Kraftakt. Das ist ein Angriff auf alle VW-Belegschaften. Ein Oliver Blume "verdiente" im Jahr 2024 rund 7,4 Millionen Euro. Da fällt der Verzicht auf 10 Prozent seines Gehalts kaum ins Gewicht. Ein VW-Arbeiter am Band erhielt um die 54.000 Euro brutto.
Zusammen mit den anderen Auto- und Zuliefererbelegschaften müssen wir das entschlossen bekämpfen. Sie alle zusammenzubringen, den IGM-Aktionstag am 21.9. zu einem Streiktag zu machen, das ist ein Kraftakt, der sich lohnt!