Bundesweit
Jetzt gilt es erst recht: Den 21. September zum kämpferischen gewerkschaftlichen Streiktag machen!
Die IG Metall hat für den 21. September die Beschäftigten der Automobil- und Zulieferindustrie zu einem bundesweiten Aktions- und Streiktag aufgerufen: Alle Beschäftigten, alle Schichten!
So steht des in der aktuellen Ausgabe der "metall" und das gilt jetzt mehr denn je. In Betrieben und Gewerkschaftsgliederungen laufen die Vorbereitungen und sie werden in den nächsten zwei Wochen noch entschieden verstärkt werden müssen und werden.
Den einstimmigen Beschluss des VW-Aufsichtsrats sehen die VW-Arbeiterinnen und -Arbeiter zu Recht mehrheitlich nicht als rettendes Zukunftskonzept. Am Generalangriff auf die Belegschaften und die Arbeitsplätze hat er grundsätzlich nichts geändert. Stimmungsbilder von den VW-Toren am Freitag bringen von Wut, Empörung und "Jetzt erst recht" bis Resignaton alle Schattierungen zum Ausdruck.
Die Zustimmung der Gewerkschaftsmitglieder im Aufsichtsrat hat viele Kolleginnen und Kollegen geschockt: "Damit hatte ich nicht gerechnet". "Wozu zahle ich eigentlich IGM-Beitrag?" fragt ein Wolfsburger Kollege. Die Rote-Fahne-Verkäufer berichten: "Wir diskutierten, dass Austritt falsch ist, sondern wir die Gewerkschaften zu Kampforganisationen machen müssen, die Basis sich zu Wort melden muss."
Die kämpferische Richtung muss unbedingt gestärkt werden, denn: VW darf mit seinen Plänen nicht durchkommen, das betrifft die ganze Arbeiterklasse und die ganze Gesellschaft. Dafür, dass VW mit seinen Plänen nicht durchkommt, tragen VW-Arbeiter, Gewerkschafter und die revolutionäre Arbeiterpartei entscheidende Verantwortung. Es gibt dafür gute Karten. Denn man merkt deutlich, dass bei dem hektischen Aufsichtsratsbeschluss die Furcht vor der Arbeiteroffensive eine wesentliche Rolle spielte.
Die MLPD hat in ihrer gestrigen Analyse klar kritisiert, dass es inakzeptabel ist, wenn die Gewerkschaftsvertreterinnen weitgehenden Zugeständnissen an VW zustimmen, und das, bevor die volle Kampfkraft entfaltet ist. Die IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner verteidigt heute ihr Vorgehen. Aber sie erklärt auch: Es muss weitergekämpft werden! Der 21. September als bundesweiter Aktions- und Streiktag der Autoarbeiter gilt!
Da nehmen wir sie beim Wort, bereiten diesen Tag mit allen Kräften vor, mobilisieren in und vor den Betrieben und machen deutlich: Gewerkschaften müssen Kampforganisationen sein bzw. werden!
Natürlich gilt aber die Option: Wenn notwendig, muss der gewerkschaftliche Rahmen durchbrochen werden!