Vorwärtsgang Extra

Vorwärtsgang Extra

Vorstand beschließt Werksschließungen im Alleingang - Jetzt erst recht - Mitbestimmung durch Streik!

Der VW-Vorstand hat die Schließung von vier Werken längst einstimmig beschlossen. In einem geleakten Geheimpapier steht es schwarz auf weiß: Für die Produktion in Emden und Zwickau soll im Jahr 2031 Schluss sein, in Hannover 2032 und in Neckarsulm 2034. Dieser Artikel ist im aktuellen EXTRA der Zeitung von und für Kolleginnen und Kollegen in den deutschen VW-, Audi-, Porsche- und MAN-Werken, „Vorwärtsgang“, erschienen, das heute erschienen ist.

Vorstand beschließt Werksschließungen im Alleingang - Jetzt erst recht - Mitbestimmung durch Streik!
Azubis in Neckarsulm bei einer Protestkundgebung im Juli (rf-foto)

Der Generalangriff auf ganze Regionen, die Kolleginnen und Kollegen und ihre Familien, mit der Schließung von diesen vier Werken, Vernichtung von 120.000 Arbeitsplätzen ist von langer Hand vorbereitet.

 

Das haben Oliver Blume und die anderen vom VW-Vorstand auf den Belegschaftsversammlungen dreist verschwiegen. Sie haben uns angelogen, es seien noch „keine Entscheidungen“ über Werksschließungen getroffen worden. Blume hatte nicht mal die Eier, uns Kolleginnen und Kollegen reinen Wein einzuschenken.

 

Gebannt sollten wir auf die anstehende Aufsichtsratssitzung blicken, dabei hat der Vorstand am Aufsichtsrat vorbei längst Tatsachen geschaffen. Er will die Werke „leer laufen lassen“, wo der Aufsichtsrat nichts mitzubestimmen habe. Das ist ein Schlag ins Gesicht des Aufsichtsrats und der bisherigen „Mitbestimmung“ durch Gewerkschaft und Betriebsrat. Jetzt braucht es die Gewerkschaft als Kampforganisation.

 

Der IG-Metall-Bezirksleiter Gröger sprach aus, was jetzt viele richtig finden: „Es wird der Werkboden an allen Standorten brennen.“ Schneller als gedacht müssen diesen Worten Taten folgen. Der Vorwärtsgang gab schon die passende Losung aus: Ab 3.9. Mitbestimmung durch Streik.

Jetzt erst recht: Mitbestimmung durch Streik!

So geht Diktatur der Monopole: Die gesamte Gesellschaft ist dem Profit der Großkonzerne unterworfen. Wenn es hart auf hart kommt, wird durchregiert. Spätestens jetzt sind wir aber auch durch nichts mehr gebunden, was bisher üblich war, z.B. unser Streikrecht nur sehr eingeschränkt wahrzunehmen.

 

  • Ordnen wir uns dem kapitalistischen Ausbeutersystem nicht unter: Kampf gegen Generaloffensive durch Monopole und Regierung.
  • Jetzt muss der Hammer an allen Standorten fallen!
  • Streik bis die Pläne des Vorstands vom Tisch sind!
  • Vorwärts zur Arbeiteroffensive!