Glücksgefühle-Festival

Glücksgefühle-Festival

Wichtige Auseinandersetzung nach Ausladung von „Alphaville“

Der Mitveranstalter des Festivals, Markus Krampe, hatte kurz vor Beginn des „Glücksgefühle-Festivals“ die Band „Alphaville“ ausgeladen.

Von cw

Begründung: Man „dulde auf der Bühne keine politischen Themen oder Äußerungen jeglicher Art" und wolle deshalb "von einem Auftritt von Alphaville beim 'Glücksgefühle'-Festival Abstand nehmen". Nach heftiger Kritik in der Öffentlichkeit und von Seiten anderer Bands lud der Veranstalter des Festivals die Band „Alphaville“ schließlich wieder ein.

 

Aber die Band lehnte eine Rückkehr ab. Das hatte auch mit der recht lauwarmen „Entschuldigung“ des Veranstalters zu tun. Krampe meinte nur, dass seine ursprüngliche Entscheidung am Rande des Festivals „ein Fehler ... und superdämlich gewesen" sei. Erst auf Nachfrage stellte sich heraus, dass der Anstoß für die Absage politische Aussagen von Alphaville-Sänger Marian Gold bei einem früheren Konzert gewesen waren. Nach Angaben Krampes hatten sich „daraufhin Besucher beschwert - sie wollten beim Festival abschalten und keine politischen Themen hören...“.

 

Wer da angerufen hat und um welche politische Aussagen es ging blieb allerdings verborgen oder wurde in der Presse in den Hintergrund gedrängt. Die Reaktionen von Besuchern und Musiker waren heftig!

 

Einige Musiker sagten ebenfalls ihre Auftritte ab. Jenny Elvers. begründete: "Für mich ist es vollkommen undenkbar, eine Veranstaltung zu besuchen, die im Vorfeld versucht hat, eine Band in ihrer Freiheit zu beschneiden und ihr vorzuschreiben, was sie auf der Bühne sagen darf und was nicht." DJ Beauty & the Beats. schrieben auf Instagram, es sei normale Zivilcourage, sich für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte sowie gegen Rechtsextremismus auszusprechen.

 

DJ Felix Jaehn sprach deutlich aus, welche Meinung wohl von einigen Anrufern auf dem Festival nicht erwünscht wurden: "Seit wann soll Kunst unpolitisch sein? ... ich werde mir niemals das Recht nehmen lassen, mich offen gegen eine Partei auszusprechen, die in Teilen gesichert rechtsextrem ist, die sich ganz offen auch gegen meine Existenz als non-binäre Person positioniert." Und die Berliner Band Culcha Candela erklärte, dass sie an ihrem Auftritt festhalten will, um sich auf der Bühne deutlich und lautstark politisch zu positionieren. Die Band hat sich immer wieder offen gegen die AfD geäußert. Sie wollen es jetzt nach dem Eklat noch ein wenig lauter machen, „notfalls mit Megaphonen, falls uns jemand den Stecker zieht".