Rostock
Mecklenburg-Vorpommern: Tausende gegen die akute faschistische Gefahr!
Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt gab es auch in Mecklenburg-Vorpommern in zahlreichen Städten - unter anderem in Greifswald, Stralsund, Neubrandenburg und Schwerin - Demonstrationen und Protestkundgebungen gegen die AfD.
Allein in Rostock gab es zwei Demonstrationen: Auf dem Neuen Markt versammelten sich 500 Teilnehmer und Teilnehmerinnen verschiedener Chöre unter dem Motto „Dafür! Gemeinsames Singen für Demokratie". Vor dem Kröpeliner Tor kamen an die 3.000 Menschen zusammen. Dazu aufgerufen hatten unter dem Motto "Nicht mit uns! Keine AfD-Regierung in M-V" kurzfristig die Bündnisse „Zusammen Bewegen", „Rostock Nazifrei" und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB).
Versammlungsleiter Fabian Scheller (DGB) sagte, dass es jetzt gerade wichtig sei, „ein Zeichen zu setzen, dass wir solidarisch zusammenstehen und uns nicht egal ist, was hier passiert." Auch wurde an das faschistische Pogrom von Lichtenhagen erinnert als mahnende Warnung, wenn es der AfD möglich wäre, ihre „Remigrationspläne" tatsächlich umzusetzen.
Ein Redner rief auf, wie wichtig es ist, jetzt noch mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch zu kommen, um sie vdavon zu überzeugen, nicht die AfD zu wählen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern könnte die AfD zusammen mit der CDU die Landesregierung bilden. Nach dem desaströsen Ergebnis für die CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt fordern jetzt mehrere hochrangige CDU-Politiker aus dem Nordosten offen die „Brandmauer" vollends einzureißen: „Dieser Brandmauer-Mist muss aufhören. Sonst geht für uns im Land bald gar nichts mehr", sagte beispielsweise Thomas Grote (57), Kreisvorsitzender der CDU und Kreistagspräsident in Nordwestmecklenburg. (OZ, 8.9.26)
Umso dringender, massenhaft über die akute faschistische Gefahr aufzuklären! Wir von MLPD und Rebell mobilisierten bei der Montagsdemo, die zuvorstattgefunden hatte, für die Kundgebung, verteilten breit die Erklärung der MLPD Küste zur Landtagswahl und traten mit Transparent und Plakaten für das Verbot der AfD ein und machten klar: "Wer AfD wählt, wählt Faschismus!"