Berlin
Ein begeisterndes Fest für den Al-Awda-Solidaritätspakt mit 1250 Euro Spendenerlös
Eine Woche nach der Berliner Senats- und Bezriksverordnetenversammlungs-Wahl (BVV) mit dem Sieg der Partei Die Linke und der anschließenden unsäglichen Hetzkampagne kam unser Solidaritätsfest genau richtig. Es war von einer breiten Aktionseinheit vorbereitet, und alle Einnahmen dienten dem Wiederaufbau von Al-Awda-Gesundheitsstationen und der Soforthilfe für die Menschen in Gaza.
Liebevoll waren die Tische dekoriert. An den Ständen de Jugendorganisation Young Struggle, der Frauenorganisation Zora, der Solidaritätsorganisation People's Bridge, des Frauenverbands Courage, der Solidaritäts- und Hilfsorganisation Solidarität International (SI), der Solidaritätsorganisation „Gaza soll leben“, des Demokratischen Komitees Palästina und der MLPD konnten sich die Besucher informieren, Bücher kaufen, sich für die Zusammenarbeit eintragen und wunderschönes Kunsthandwerk erwerben.
Das mit großem Einsatz vom Frauenkomitee des Demokratischen Komitees Palästina zubereitete palästinensische Essen fiel sofort ins Auge. Es schmeckte vorzüglich zur musikalischen Begleitung durch Eva Weber, einer ausgebildete Violinistin.
Lebendig führten die beiden jungen Moderatorinnen durch das vielfältige Programm. Mit Bildern, Gedichten von Kindern aus Gaza, Ausschnitten aus einem Zoom-Call mit dem Leiter des Al-Awda-Projekts und den aktuellen Ergebnissen der Spendenkampagne stärkten wir die Notwendigkeit, in der Solidarität nicht nachzulassen und sich zu organisieren.
Einstimmig bei einer Enthaltung verabschiedeten wir eine Solidaritätserklärung mit der Wahlsiegerin Elif Eralp und ihrer Partei Die Linke und mit Ibrahim Ibrahim vom Demokratischen Komitee Palästina, der natürlich anwesend war und das Fest mit vorbereitet hatte.
Nach dem Essen spielten die Musiker und Songwriter auf: Nicolas Miquea aus Chile war dabei - mit der Uraufführung seines ersten deutschen Liedes, die Rocksängerin Laurin Carol Roxanne, die mit ihrer tragenden Stimme eigentlich kein Mikro brauchte, Nümmes mit Markus als neuem Trommler und schließlich die palästinensische Band Jaa Habaibna, bei der es uns nicht mehr auf den Stühlen hielt.
Alle Musikerinnen und Musiker sind auch sonst in der Palästina-Solidarität aktiv und verzichteten auf ihre Gage, obwohl sie zum Teil davon leben. Das Frauenkomitee spendete den gesamten Essensüberschuss, der Biergarten Jockel überließ uns den Raum ohne Miete. So waren es am Ende zusammen mit den Spenden der 70 bis zeitweilig 120 Gäste 1250 Euro, die wir sofort weiterleiten werden. Allen Spenderinnen und Spendern noch einmal herzlichen Dank.
Nach dem Fest ist vor dem Fest: Wir werden alles, auch die kleineren Pannen, auswerten und für ein neues Fest daraus lernen.