Axel Springer Award
Gestörte Preisverleihung für Peter Thiel: „Sie wissen, dass wir wissen, dass sie lügen“
Mit diesem Slogan konnte die Preisverleihung des Axel-Springer-Konzerns an den mindestens faschistoiden Tech-Multimilliardär Peter Thiel zumindest kurz gestört werden. Auf dem Schild des ungebetenen Besuchers stand: „They know that we know that they lie“. (1)
Auch vor den Toren versammelten sich einige hundert Demonstrantinnen und Demonstranten, die gegen die Macht der Massenmedien protestierten, die maßgeblich die Rechtsentwicklung bis hin zur akuten Gefahr des Faschismus befeuern, nicht nur in Deutschland, sondern international.
Und der vom Springer-Chef Matthias Döpfner hochgelobte Busenfreund des faschistischen US-Präsidenten Donald Trump verkündete seine Meinung zur Presse in Deutschland. Die sei eine Art „linker Hassfabrik“ und „bei weitem nicht so frei, wie wir es uns wünschen“.
Peter Thiel, der mit Plattformen wie Pay Pal und dem Überwachungsmedium Palantir Milliarden anhäufte, verbreitet mit Vorliebe religiös eingefärbte Gruselgeschichten vom nahenden Weltuntergang. Aber für gute Geschäfte – zuletzt auch in Argentinien mit Bergbaulizenzen für Fracking-Öl – sollte seine Welt noch nicht so schnell untergehen. Eine ganze Palette an Beteiligungen an Rüstungs- und Sicherheitsfirmen soll wohl dafür einsetzbar sein – eben nicht nur mit Worten.
Aber wie der Volksmund weiß, sammeln sich gleiche Brüder unter gleichen Kappen. Vor Peter Thiel bekamen schon andere mächtige Tech-Milliardäre den Springer-Preis: der Facebook-Chef, Mark Zuckerberg, der Amazon-Gründer Jeff Bezos, der Tesla- und Raketen-Pionier Elon Musk u.a. Sie durften schon die gleiche Auszeichnung entgegennehmen.
„Sie dürfen damit nicht durchkommen“, hieß es bei der Protestaktion.