Alle Kurzmeldungen von gestern



In Dschermuk, im Südwesten Armeniens, blockieren seit Juni 2018 zahlreiche Menschen aus ganz Armenien ein umstrittenes Goldminenprojekt des Konzerns Lydian International mit Sitz in der britischen Steueroase Jersey. Die Anwohnerinnen und Anwohner sehen in dem Projekt eine riesige Gefahr für das Trinkwasser der Region und stellten ihren Widerstand unter das Motto "Unser Waser ist unser Gold". Jetzt droht der Konzern mit einem internationalen (geheimen) Schiedsgerichtsverfahren, um Schadenersatzforderungen durchzusetzen.




Im Gelsenkirchener Sankt-Marien-Hospital sind vor kurzem gleich drei Kinder mit Fehlbildungen geboren worden. Bei allen dreien waren Handteller und Finger einer Hand nur in Ansätzen angelegt. Bis auf die Tatsache, dass alle drei Familien in der Nähe von Gelsenkirchen wohnen, sind bisher keine Gemeinsamkeiten zwischen den Betroffenen bekannt. Es besteht die Möglichkeit einer Fehlbildung aufgrund von Umweltgiften. So haben Teile von Gelsenkirchen die höchste Krebsrate in ganz Nordrhein-Westfalen. Inzwischen wurden zwei weitere Fälle in Nachbarstädten bekannt.




Im Grubenwasserstandort Quierschied-Camphausen im Saarland muss die RAG eine Behandlungsanlage zur PCB-Reduktion bauen. Nach Berichten eines Kommunalpolitikers der CDU hat das Bergamt Saarbrücken am 23. August einen wasserrechtlichen Änderungsbescheid erlassen. Dieser verpflichtet die RAG, Einleitungen des als krebserregend eingestuften und international verbotenen Giftstoffs PCB zu reduzieren. Dies soll durch ein Absetzbecken erreicht werden. Der Bescheid soll von der RAG akzeptiert worden sein und wäre somit bestandskräftig.




Vom 8. bis zum 10. September streikten in Slowenien die Piloten der Adria-Fluglinie, nachdem ihr Tarifvertrag ausgelaufen war. Die Piloten beschweren sich über ihre Arbeitsbedingungen, Stress und Arbeitsdruck. So arbeiten sie meist mehr als 50 Stunden in der Woche. Weitere Streiks sind für den 18. bis 20. September geplant. Der letzte Streik fand im März 2017 statt.