Alle Kurzmeldungen von gestern



Nach dreimonatiger Schließung wollten 800 Arbeiterinnen  und Arbeiter der Body Fashion in Nakhon Sawan wie vereinbart wieder arbeiten. Stattdessen waren die Fabriktore zu und es hing eine Liste mit 800 Namen aus, die entlassen wurden. Die Fabrik produzierte Badeanzüge für die deutsche Triumph International. Es hatten dort mal mehr als 2000 gearbeitet, viele waren schon vor drei Monaten entlassen worden. Die Demonstranten zogen zum Arbeits- und Wohlfahrtsamt der Provinz, wo sie aber nur abgewimmelt wurden. Die Firma Triumph ließ verlauten, dass sie das Werk schon 2016 an eine Firma in Malaysia verkauft habe




Bei den Einsätzen gegen Anti-Rassismus-Demonstranten hat die US-Polizei laut Amnesty International in den vergangenen Monaten schwere Menschenrechtsverletzungen begangen. Die "Sicherheitskräfte" hätten wiederholt körperliche Gewalt, chemische Reizstoffe wie Tränengas und Pfefferspray sowie Geschosse eingesetzt, um friedliche Proteste aufzulösen, so eine aktuelle Studie der Organisation. Wie Amnesty herausgefunden hat, wurde "unverhältnismäßige und oft exzessive Gewalt" in 40 US-Bundesstaaten sowie der Hauptstadt Washington ausgeübt - insgesamt 125 voneinander unabhängige Fälle. All das liegt voll auf der Linie des Ultrareaktionärs Donald Trump, der mit diesen bewusst brutal geführten Einsätzen die Faschisierung des "Sicherheitsapparats" vorantreibt.




In verschieden Ölraffinerien und Petrochemischen Fabriken des Landes traten die Arbeiter in Streik und setzen ihn am Sonntag fort. Sie fordern die Auszahlung ausstehender Löhne, bessere Arbeitsbedingungen. Angesichts von Hitze bis zu 50 Grad Celsius verlangen sie auch Reduzierung der täglichen Arbeitszeit.




 Lars Feld, Chef der "Wirtschaftsweisen", kritisiert mit einer zynischen Doppelmoral den Gesetzentwurf der Regierung zum Verbot von Werksverträgen und Leiharbeit in der Fleischindustrie. Er fordert das Verbot zu unterlassen, um die Menschen nicht in die Schwarzarbeit zu treiben. Zeitgleich solle der Staat erst nach der Corona-Pandemie „dezidiert gegen die Schattenwirtschaft vorgehen“¹.

 

 




Der unter Korruptionsverdacht stehende spanische Ex-König Juan Carlos will das Land verlassen und ins Ausland gehen. Der Oberste Gerichtshof Spaniens hatte im Juni ein Ermittlungsverfahren eingeleitet - wegen Schmiergeldzahlungen bei der Auftragsvergabe für den Bau einer Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke zwischen Mekka und Medina in Saudi-Arabien an ein spanisches Konsortium. Juan Carlos soll vom saudi-arabischen Königshaus über ein Schweizer Konto bis zu 100 Millionen Dollar erhalten haben. In einem Brief an seinen Sohn König Felipe VI. begründet er seine Flucht allen Ernstes unter anderem damit, so dem "spanischen Volk" dienen zu wollen. Unterdessen verstärkt sich in Spanien die Bewegung für die Abschaffung der dekadenten und zunehmend verhassten Monarchie.