Alle Kurzmeldungen von gestern



Die Razzia bei einem Mitglied des Kommandos Spezialkräfte (KSK) im sächsischen Collm offenbart brisante Vorgänge bei der Bundeswehr. Dies berichtet Der Spiegel. Ermittler des Landeskriminalamts Sachsen hatten bei KSK-Oberstabsfeldwebel Philipp Sch. zwei Kilogramm Plastiksprengstoff aus Bundeswehrbeständen sowie 2.000 Schuss Truppenmunition in einem unterirdischen Versteck im Garten gefunden. Wegen der großen Menge gehen die Fahnder davon aus, dass der Elitesoldat sein Waffenlager nicht ohne Hilfe von Kameraden bestückt haben kann, und durchsuchen seinen Computer und sein Mobiltelefon nach entsprechenden Hinweisen. Der 45-Jährige war bereits im April 2017 wegen des Verdachts auf Neofaschismus ins Visier des Militärgeheimdiensts MAD geraten. Bis zum Hinweis auf das Waffenlager im Frühjahr 2020 aber wollten die Ermittler den Fall lieber zu den Akten legen.




Heute sind Tata-Stahlarbeiter in Streik getreten. Eine Gruppe von 100 Kollegen blockiert die Eingänge zum Tata-Hauptwerk in Ijmuiden. Das ist eine zornige Antwort auf die Vermutung, dass mit dem Weggang des bisherigen Vorstandschefs Theo Henrar die Vernichtung von Arbeitsplätzen eingeläutet werden soll.




Im Schloss Oberhausen (Konrad-Adenauer-Allee 40) finden derzeit zwei interessante Ausstellungen statt. Eine zu „Jacques Tilly, der politische Wagenbauer des Düsseldorfer Karnevals“ - diese Ausstellung geht noch bis zum 14.6.2020. Der Eintritt ist frei. Die zweite Ausstellung: „Rudolf Holzappel, Werkschau des Fotografen und Ruhrgebietschronisten von 1950 bis 2013“ - diese Ausstellung geht noch bis zum 06.09.2020. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt die Hälfte. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag, 11 Uhr bis 18 Uhr.




Rund 2.000 Demonstranten protestierten mit Masken in der Hauptstadt Quito gegen die Regierungspolitik angesichts der Corona-Krise. Eben so viele gingen auch in Guayaquil auf die Straße. Der Präsident Lenin Moreno hatte als Maßnahmen gegen die Pandemie neben Schließung von einigen staatlichen Firmen auch Kürzungen bei den Gehältern und Löhnen im öffentlichen Dienst angekündigt. Ein Gewerkschaftssprecher dazu: „Wenn wir nicht durch das Coronavirus umkommen, dann bringt uns die Regierungspolitik um“. Bei 37.000 erkrankten starben in Ecuador bisher mehr als 2.000 an dem Virus.