Alle Nachrichten vor drei Tagen

Streikende Textilarbeiterinnen demonstrieren seit einiger Zeit in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch.

Die Arbeiterinnen gehören zu den am schlechtesten bezahlten der Welt, aber ihr Mut und ihre Kampfkraft sind weit über die Grenzen Bangladeschs hinaus berühmt. So kämpfen sie trotz schwerer Repression durch die Polizei, die sie immer wieder brutal angreift, weiter für bessere Bezahlung.

 

So vor fünf Jahren: Im November 2013, kam es zu Massenstreiks gegen Hungerlöhne in der Textilindustrie und für die Erhöhung des Mindestlohns. Mehrere Hundert Betriebe standen still; Zehntausende Arbeiterinnen und Arbeiter blockierten Hauptverkehrsstraßen. Trotz massivem Einsatz von Wasserwerfern und Gummigeschossen und faschistisch-fundamentalistischem Terror setzten die Arbeiterinnen und Arbeiter eine Erhöhung des Mindestlohns durch.

 

Aktuell haben sie unter anderem mit Blockaden von Straßen gefordert, dass eine bereits 2018 beschlossene Lohnerhöhung der Textilarbeiterinnen und -arbeiter auch umgesetzt werde. Sie haben dabei aber keine Illusionen in die Regierung, sondern wissen, dass sie diese Ziele nur im harten Kampf erreichen können.

 

So wurde ein völlig unzureichendes Angebot der Regierung, die den Mindestlohn minimal erhöhen will, nur von zwei Gewerkschaften angenommen. Die anderen wollen weiter kämpfen. Zeitweise waren bis zu 50 Fabriken wegen der streikenden Arbeiterinnen und Arbeiter geschlossen. Dieser Kampf fordert die volle Solidarität der internationalen Arbeiterklasse.

 

Mehr dazu gibt es auf der Website der Textilarbeiterinnen und -arbeiter-Gewerkschaft National Garment Workers Federation, an die auch Solidaritätsadressen geschickt werden können!

 


Auf den Anzeigetafeln der Abflughalle waren nicht einmal 25 Prozent der Flüge angezeigt - der Rest „cancelled“!

5.000 Sicherheitsbeschäftigte arbeiten in den verschiedenen Schichten am Flughafen. Sie sind alle im Streik von 2 Uhr früh bis 20 Uhr. Für die Kolleginnen und Kollegen war es keine Frage, dass 20 Euro pro Stunde gerechtfertigt sind. Keiner stellte das infrage: „Wir haben hier eine hohe Verantwortung zu tragen“.

 

Dass alle über 30 Prozent Lohnerhöhung oder mehr fordern, wie es zum Teil in der Presse steht, trifft nicht zu. In Hannover und  München bekommen die Sicherheitskräfte bereits teilweise über 19 Euro pro Stunde. Und das ist bei den steigenden Lebenshaltungskosten völlig gerechtfertigt. Man muss nur an die explodierenden Mieten denken. Die Ungleichheit über viele Jahre an den einzelnen Standorten und in den unterschiedlichen Teilen Deutschlands ist den Kollegen und Kolleginnen ein Dorn im Auge.

 

„Bei uns wird der Streik vollständig befolgt“, meinten Kollegen. Er wird von ver.di getragen. Ob bei der nächsten Verhandlung am 23. Januar etwas Gutes rauskommt, wird kritisch betrachtet. Und der Gedanke kommt auf, dass die volle Kampfkraft eingesetzt werde muss. „Mindestens drei Tage streiken, das hätte sofort bessere Wirkung“, meinte ein Streikaktivist.

 

Passagiere beschwerten sich bei den Streikenden nicht. Ein Flug musste morgens umgeleitet werden nach Köln. Die Fluggäste fuhren mit dem Bus und stiegen dort in einen anderen Flieger um. Aber das „haben die Fluggesellschaften selbst zu verantworten, da der Streik bereits lange angekündigt war“.