Alle Nachrichten vor fünf Tagen

Eine neue Studie der unabhängigen Forschungsorganisation International Council on Clean Transportation (ICCT) hat ergeben, dass der reale Kraftstoffverbrauch von Neuwagen im Durchschnitt 39 Prozent über den Angaben der Hersteller liegt.

ICCT hat die Daten von 1,3 Millionen Neuwagen von 2017 in acht europäischen Ländern ausgewertet. Für die Autofahrerinnen und Autofahrer bedeutet dies, dass sie im Schnitt 400 Euro mehr für Kraftstoff ausgeben müssen, als sie nach den Angaben der Hersteller geplant haben. Vor allem aber lag der Ausstoß an schädlichen Treibhausgasen erheblich über den eh zu laschen gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten!

Wie erklärt sich die Differenz?

Der Automobilverband VDA rechtfertigt diese Differenz damit, dass „Bedingungen des realen Straßenverkehrs nicht getestet werden könnten“. Wie erklärt sich dann aber der Anstieg der Differenz von 15 Prozent im Jahr 2008 auf 25 Prozent 2013 und 39 Prozent 2017? Die Konzerne werben mit diesen niedrigen Verbrauchszahlen um Kunden

 

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass die Hersteller die – vielleicht auch bewusst offen gelassenen – Gesetzeslücken in den Regulierungen der Tests nutzten. Dazu wurden gezielte Manipulationen bei für den Prüfstand verwendeten Wagen durchgeführt. Dazu gehörten unter anderem die Präparation der Reifen (voll aufpumpen, Härtung, Abschleifen der Profile usw.), das Lockern der Bremsen, Abschaltung aller Aggregate wie Klimaanlage usw.

MLPD hat als erste die Manipulationen der Autokonzerne breit zum Thema gemacht

Die zunehmende öffentliche Kritik an den Manipulationen der Autokonzerne ist auch Ergebnis der systematischen Aufklärungsarbeit der MLPD und ihrer Förderung des gemeinsamen Protests von Automobilarbeiterinnen und Automobilarbeitern, betrogenen Pkw-Halterinnen und -Haltern und Betroffenen der Schadstoffbelastung in den Städten. 

 

Das hat dazu beigetragen, dass Messverfahren eingeführt werden, die den tatsächlichen Schadstoffausstoß „realistischer“ abbilden sollen. Der ICCT äußert sicher berechtigte Zweifel, ob die Tricksereien wirklich aufhören. Angesichts des drohenden Übergangs in eine globale Klimakatastrophe muss der schnellstmögliche Ausstieg aus den fossilen Verbrennungsmotoren und Umstieg auf alternative Antriebe durchgesetzt werden.


Der YPG-Sprecher Nuri Mahmud hat zu Anschuldigungen des türkischen Staates gegenüber den Volksverteidigungseinheiten (YPG) Stellung bezogen. Das berichtet die kurdische Nachrichtenagentur "ANF". Wir bringen Auszüge:

Der Sprecher des türkischen Regimechefs Erdoğan, Ibrahim Kalın, hat dem Sicherheitsberater des US-amerikanischen Präsidenten, John Bolton, zwei Dossiers über „Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen“ der YPG überreicht. Er bezeichnete es als „PKK-Propaganda“, dass ein türkischer Einmarsch in Nordsyrien der kurdischen Bevölkerung der Region schaden könne. Der YPG-Sprecher Nuri Mahmud erklärte dazu, die Anschuldigungen Kalıns entbehrten jeder Grundlage und dienten lediglich dazu, den türkischen Besatzungsplan für die Region zu legitimieren.

 

Der Sprecher der YPG gab zu den Anschuldigungen des türkischen Regimes folgende Erklärung ab: „Wie bekannt ist, hat am 8. Januar eine US-Delegation, geleitet vom nationalen Sicherheitsberater John Bolton, Ankara besucht und sich dort mit ihren Amtskollegen getroffen. Als Sprecher des türkischen Präsidenten hat Ibrahim Kalın nach dem Treffen ein weiteres Mal Anschuldigungen und Behauptungen über unsere Kräfte verbreitet, die jeder Grundlage entbehren. Diese Beschuldigungen zielen auf die Umsetzung des Besatzungsplans für Nordsyrien ab. Der Plan bedroht alle Völker Syriens ...

YPG und YPJ führen den Kampf fort

Seit Jahren haben die YPG und die Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) für einen hohen Preis entschlossen gegen den Terror des IS gekämpft und den Weg für eine freie, demokratische und friedliche Ordnung geebnet.

 

Unsere Kräfte haben im Namen der gesamten Menschheit gegen eine internationale Terrorbande Widerstand geleistet und führen diesen Kampf heute immer noch fort. Tausende unserer Kämpfer*innen kurdischer, arabischer, christlicher, sunnitischer, schiitischer oder ezidischer Identität ... sind dabei gefallen.


Die Kinder der Kinderorganisation ROTFÜCHSE aus Gelsenkirchen haben folgenden Solidaritätsbrief an den Flüchtlingsleader Alassa Mfouapon geschickt, der aktuell durch eine rassistische Hetzkampagne der "Bild"-Zeitung attackiert wird:

Lieber Alassa. Wir sind die ROTFÜCHSE aus Gelsenkirchen. Wir wünschen Dir alles gute. Es tut uns sehr leid, was Dir alles zugestoßen ist. Besonders das, was Dir (Euch) mit Deinem (Eurem) Kind passiert ist.

 

Wir wünschen Dir, dass Du mit Deiner Frau in Deutschland bleiben darfst. Wir sind eine Organisation die für eine gute Welt kämpft.


Die Regierung von Alexis Tsipras in Griechenland steckt in einer offenen Krise. Der bisherige Verteidigungsminister Panos Kammenos von der ultrareaktionären und faschistoiden Partei Unabhängiger Griechen (ANEL) hat aus Protest gegen die mit Mazedonien erzielte Einigung im Streit um den Staatsnamen seinen Rücktritt erklärt. Tsipras will jetzt die Vertrauensfrage stellen. Die Regierung des Nachbarlands hatte sich zuvor zur Änderung des bisherigen Staatsnamens "Ehemalige jugoslawische Teilrepublik Mazedonien" in "Nordmazedonien" bereit erklärt.


Wie heute bekannt wurde, bereitet sich die EU auf eine Verschiebung des Austritts Großbritanniens (Brexit) vor. In Brüssel wird es mittlerweile für möglich gehalten, dass der Austritt nicht wie geplant zum 29. März stattfindet. Am Dienstag, 15. Januar, erfolgt die Unterhausabstimmung über das Brexit-Abkommen. Eine Niederlage von Regierungschefin Theresa May ist wahrscheinlich. Die Folge könnte ein "ungeregelter Brexit" sein, vor dem vor allem Vertreter des allein herrschenden internationalen Finanzkapitals in Großbritannien und Europa insgesamt warnen.

 


Wie am Sonntag,13. Januar, berichtet wurde, wirft das Kraftfahrtbundesamt (KBA) VW vor, bei Software-Updates mit 1,2 Liter Hubraum wieder eine Abschalteinrichtung eingebaut zu haben. Diese soll so programmiert sein, dass das Fahrzeug für die Dauer des behördlichen Testverfahrens „sauber“ fährt, und danach die Abgasreinigung runter fährt. Europaweit sind danach 370.000 Pkw betroffen. In der kommenden Woche will das KBA ein „Anhörungsverfahren“ starten.


Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Deutsche Beamtenbund (DBB) fordern für das Sicherheitspersonal im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle an den Flughäfen einen bundesweiten Branchentarifvertrag anstelle bisheriger regionaler Vereinbarungen und einheitlich bundesweit einen Stundenlohn von 20 Euro (ver.di) bzw. 19,50 Euro (DBB).

Die Unternehmerverbände „Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen“ (BDLS) oder der Flughafenverband ADV hetzen. „Dauer und Umfang der Streiks sind unverhältnismäßig und mehr als rücksichtslos“, so Ralph Beisel vom ADV. Tatsächlich geht es bei dieser Tarifrunde und diesen Streiks gerade um die Sicherheit der Passagiere und zügige Abfertigung der Reisenden.

Demagogisches Gejammer

Demagogisch wird den Kolleginnen und Kollegen vorgeworfen, sie würden völlig überzogene Forderungen nach bis zu 55  Prozent Erhöhung der Stundenlöhne erheben. Die von den Unternehmen behauptete riesigen Erhöhungen kommen nur deshalb zustande, weil sie bisher an manchen ostdeutschen Flughäfen fürchterlich niedrige Löhne bezahlen. Wenn die Löhne in Ost und West angeglichen werden sollen, liegt es in der Natur der Sache, dass die niedrigen Löhne überdurchschnittlich steigen. Eine kräftige Lohnerhöhung ist auch im Westen notwendig.

 

Dazu eine ver.di-Kollegin: "Wir verdienen im Osten rund 15 Prozent weniger als unsere Kolleginnen und Kollegen im Westen. Dabei unterscheidet sich unsere Arbeit in nichts. Den Vorschlag der Unternehmer, die Angleichung über Jahre zu strecken, lehnen wir rundweg ab. Dass die Arbeiterinnen und Arbeiter in Ost und West gleich bezahlt werden, müsste eigentlich schon längst selbstverständlich sein."

 

Die Gewerkschaft ver.di schreibt außerdem auf ihrem Internetportal für Flughafenbeschäftigte und Passagiere: „Ziel dieses Branchentarifvertrages ist es, zugleich eine hohe Qualität der Dienstleistungen, existenzsichernde Gehälter, gemeinsame Qualifikationsstandards und gesundheitserhaltende Arbeitsbedingungen sicherzustellen.“

Mehrzahl der "Dienstleistungsberufe" gehört zur Arbeiterklasse

Heute sitzen diese Kolleginnen und Kollegen an sensiblen Stellen der internationalisierten Produktion und können mit ihren Streiks und Kämpfen große Wirkung erzielen.

 

Die MLPD hat bereits um die Jahrtausendwende analysiert, dass "riesige, neue, international organisierte Dienstleistungskonzerne (entstanden), die Flughäfen führen und verwalten oder Transporte weltweit organisieren, EDV-Systeme für eine Vielzahl von Großunternehmen gleichzeitig bereitstellen usw. ... Für die Unternehmen war das eine Methode, die Ausbeutung der Arbeitskraft zu steigern und die Arbeiterklasse zu spalten. Ideologisch sollte der Eindruck erweckt werden, die Arbeiterklasse sei eine aussterbende Klasse, weil immer mehr Beschäftigte den so genannten 'Dienstleistungsberufen' angehören.

 

Mit der Höherentwicklung der Arbeitsteilung wächst die Arbeiterklasse aber tendenziell an. Lediglich die Zahl der unmittelbar produzierenden Arbeiter nimmt relativ ab, während die Zahl der Arbeiter ansteigt, die mit Kontrolle, Wartung und sonstigen Aufgaben zur Aufrechterhaltung der Produktion beschäftigt sind. Die Mehrheit aller Berufsgruppen des 'Dienstleistungsbereichs' gehört zur Arbeiterklasse im engeren oder weiteren Sinn."¹

Konkurrenzkampf auf dem Rücken der Arbeiterinnen und Arbeiter

Der Konkurrenzkampf der Airlines und Flughäfen wird auf dem Rücken des Luft- und Bodenpersonals und der Sicherheitsbediensteten ausgetragen. Die Arbeit geht an die physische und psychische Substanz. 84 Prozent aller Beschäftigten in den Kontrollbereichen kritisieren ihre Löhne und Gehälter als zu niedrig an und befürchten einen Absturz in Altersarmut. Nur 7 Prozent der Kolleginnen und Kollegen können sich vorstellen, ihren Job gesund bis zur Rente zu machen.

 

Befristungsquoten von über 40 Prozent, Leiharbeit, Arbeit auf Abruf und eine extreme Flexibilisierung der Arbeitszeit spalten die Belegschaften und sorgen für zusätzliche Belastungen und Stress. Gerade zu den Hauptreisezeiten in den Ferien, an Weihnachten usw. werden viele schlechtbezahlte und unzureichend ausgebildete Aushilfskräfte eingesetzt, wodurch das Risiko von Fehlbeladungen steigt.

 

Das Unterlaufen von Sicherheits- und Qualitätstandards ist alltäglich: 72 Prozent aller Beschäftigten in der Gepäck- und Passagierabfertigung erleben, dass durch den Personalmangel oft Sicherheits- und Qualitätsstandards nicht eingehalten werden können. Die Arbeit findet teilweise unter Extrembedingungen statt (im Sommer bei 40 Grad im Schatten oder mehr auf dem Rollfeld). 78 Prozent aller Beschäftigten in der Gepäck- und Passagierabfertigung leiden darunter, dass die Unternehmen kaum Maßnahmen für ihren Gesundheitsschutz anbietet.

Gleiche Löhne in Ost und West

Morgen wird dritte Warnstreikwelle an acht Flughäfen in Frankfurt a.M., Hamburg, München, Hannover, Bremen, Halle/Saale, Dresden und Erfurt rollen, nachdem in bislang vier Verhandlungsrunden die Verhandlungsführer des "Bundesverbands der Luftsicherheitsunternehmen" provokativ die berechtigten Forderungen der Kolleginnen und Kollegen ignoriert haben.

 

Anstelle der geforderten Lohngleichheit in Ost und West haben sie ihr „Angebot“ von der dritten auf die vierte Verhandlungsrunde Ende Dezember gerade mal um 0,2 Prozent auf 2 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwei Jahren „erhöht“. Bereit sind sie immerhin zu einem bundesweit einheitlichen Branchentarifvertrag, was bereits ein erstes Zugeständnis an die Kampfbereitschaft und Streiks der Kolleginnen und Kollegen ist.

Für einheitliche Tarifverträge in ganz Deutschland!

MLPD

Gleiche Bezahlung für gleiche Tätigkeiten in den ost- und westdeutschen Bundesländern versprechen die Unternehmen aber in frühestens fünf Jahren! Damit beißen sie bei dem auf breiter Front erwachenden gewerkschaftlichen Bewusstsein unter den Arbeitern und Angestellten auf Granit, für die die Forderung „Für einheitliche Tarifverträge in ganz Deutschland“, wie sie die MLPD in ihrem Programm fordert, zu einem Hauptanliegen wurde.

Tarifrunde kann wichtiges Zeichen setzen

Die versprochenen „gleichwertigen Lebensverhältnisse“ in Ost und West, wofür die Bundesregierung mit einer Kommission bis Mai 2019 Vorschläge erarbeiten will, sind ein Betrug. Kurz vor den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg hat die CDU dieses Thema wieder für sich entdeckt und will unter anderem neue Vorschläge zur „Rentengerechtigkeit“ entwickeln. Dabei sind alle Bundesregierungen seit der Wiedervereinigung daran beteiligt, Ostdeutschland im Dienste der Monopole als Niedriglohnland zu erhalten.

 

Die neuen Streikbewegung spricht eine andere Sprache - die der Entwicklung der Arbeitereinheit in Ost und West. Die Angleichung der Löhne kann nur im Kampf gegen die Monopole und ihre Parteien durchgesetzt werden. Dafür kann diese Tarifrunde ein wichtiges Signal setzen.


Rund 35 Interessierte, darunter fünf Genossen aus Frankreich, nahmen am Stadtspaziergang der MLPD teil, der am Samstag, den 14. Januar, im Rahmen des Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Gedenkens (LLL) stattfand.

Für die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer war beispielsweise die Station „amerikanische Botschaft“ am Brandenburger Tor eine große Überraschung. Dort kam Friedrich Engels mit seiner 30 Jahre vorm Ende des Ersten Weltkriegs formulierten Prognose zu Wort, dass für Preußen-Deutschland kein anderer Krieg mehr möglich sei als ein Weltkrieg.

Wirkungsorte von Karl Liebknecht

Die Route des Spaziergangs war denkbar einfach: Vom Reichstag, durch das Brandenburger Tor und dann die „Prachtstraße“ Unter den Linden herunter bis zu den in den Außenmauern rekonstruierten Schloss und Marstall, dem Pferdestall des Kaisers. Es sind zwei Zentren der Revolution. Die Tour stellte richtig, dass der Marstall seine Bedeutung als Angriffsziel der Konterrevolution insbesondere deshalb hatte, weil dort das Hauptquartier der Arbeiter- und Soldatenräte war, das ausgelöscht werden sollte.

 

Intensiv beleuchtet wurden auch die Vorgänge in den Betrieben, die Massenstreiks, die Bildung von Räten, die Sabotageakte und die vielfältigen Wege, sich Waffen und Munition zu beschaffen. Dabei spielten Frauen eine viel größere Rolle als bisher bekannt ist.

 

Auch bei dieser Führung kam die riesengroße Empörung darüber hoch, dass die politisch Verantwortlichen in der SPD-Führung für den Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, unter anderem Gustav Noske, nicht zur Rechenschaft gezogen wurden. Und dass die SPD-Führung bis heute eine Entschuldigung in dieser Sache ablehnt. Ebenso skandalös ist die Tatsache, dass sich der für die Umsetzung des Mordbefehls verantwortliche Hauptmann Waldemar Pabst nach dem Zweiten Weltkrieg damit brüsten konnte, niemals zu seiner Rolle bei der Mordtat befragt, geschweige denn verurteilt worden zu sein.

 

Hier geht es zu weiteren Berichten über das Wochenende unter der Überschrift "Rosa und Karl wären heute in der MLPD"

 

Hier geht es zu einem Bildreport, der einen bunten Überblick über die Veranstaltung 100 Jahre Novemberrevolution - 50 Jahre Parteiaufbau der MLPD und die LLL-Demonstration 2019 bietet!


An der Basis werden zur Zeit der 24. Gewerkschaftstag der IG Metall und der 5. ver.di-Bundeskongress vorbereitet.

Der Antragsschluss bei der IG Metall ist der 1. Mai; bei ver.di ist es der 19. Mai. Die Gewerkschaftstage sind die höchsten beschlussfassenden Organe. Um so wichtiger, dass die Gewerkschaftsmitglieder darauf Einfluss nehmen. Damit die Diskussionen und Anträge der Basis auch berücksichtigt werden können, ist es wichtig, die Termine für die Antragsstellung genau zu kennen.

 

Eine Umfrage der Rote Fahne-Redaktion ergab, dass viele Vertrauensleute und Gewerkschaftsmitglieder noch gar nicht richtig informiert sind. Dabei kann es durchaus sein, dass die Termine für die Antragsabgabe an die Delegiertenversammlung der IG Metall bereits Ende Januar sind! Höchste Zeit, sich zu informieren und sich mit den Kolleginnen und Kollegen zu beraten!


Im Kölner Stadtanzeiger rechtfertigt Wolfgang Thierse, früherer Vizechef der SPD, in offener Form die Ermordung der Revolutionäre Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Auf die Frage "Hat die Sozialdemokratie im Januar 1919 Schuld auf sich geladen?" antwortet er: "Ja, weil hier Menschenopfer zu beklagen waren. Aber welche Wahl hatte denn die sozialdemokratisch geführte Regierung? Entweder Aufstand und Chaos oder Ordnung, Sicherheit, Versorgung herzustellen und den Weg in eine normale Demokratie gehen." Damit stellt er sich - zwar bedauernd - aber eindeutig auf die Seite der Konterrevolution. Im Interesse der kapitalistischen Ordnung wurden Rosa und Karl ermordet.


Nach offiziellen Angaben gingen in Frankreich bei erneuten Massenprotesten gegen die Regierung am Wochenende 84.000 Menschen auf die Straße. Staatschef Emmanuel Marcon versucht sie einzudämmen, indem er zu einer "nationalen Debatte" aufruft. Die Menschen sollen sich bis zum 15. März in großer Zahl an Gesprächsrunden im ganzen Land beteiligen. Laut einer Umfrage für den Sender France Info und die Zeitung Le Figaro glauben sieben von zehn Franzosen jedoch nicht, dass die Debatte zu für sie nützlichen Maßnahmen führen wird.


Rund 70 Bergleute fuhren am 5. Januar von Hunan nach Shenzen. Sie forderten von örtlichen Behörden Entschädigung für ihre Staublungen-Erkrankung. Am 7. Januar demonstrierte eine andere Gruppe von 40 Kumpel einschließlich an Staublunge erkrankten erneut in Shenzen. Sie wurden von Aufstandspolizei gehindert, das zuständige Büro zu erreichen. Sie wehrten sich gegen Abtransport, was der Polizei  erst in der Nacht gelang. Gegenwärtig kämpfen 600 Kumpel in Hunan für Staublungen-Entschädigung


Mitglieder der faschistischen, rassistischen sogenannten Identitären Bewegung haben am gestrigen 14. Januar verschiedene Zeitungshäuser und Parteieinrichtungen attackiert.

Neben dem Verlagsgebäude der Tageszeitung (taz) in Berlin wurden das Willy-Brandt-Haus der SPD in Berlin, das Hauptstadtbüro der ARD und die Parteizentrale der Grünen mit Propaganda-Plakaten und Zetteln beschmiert. Die Plakate zeigen den verletzten Bremer AfD-Vorsitzenden Frank Magnitz und richten sich gegen die angebliche „Verharmlosung linksextremer Gewalttaten durch Medien und Parteien“.

 

Weitere Attacken gab es in Augsburg am Wahlkreisbüro der Grünen-Politikerin Claudia Roth, in Lüneburg und in Ulm. Die Aktion, die die Faschisten in Frankfurt am Main am Gebäude der Frankfurter Rundschau vornehmen wollten, wurde direkt von der Polizei gestoppt. Diese nahm die Personalien von zirka zehn Personen auf.

Es sind die Faschisten, die gewalttätig werden

Dabei sind es die Faschisten selber, die im Fahrtwind der Rechtsentwicklung der Bundesregierung offensichtlich Morgenluft wittern und dreist gewalttätig werden.

"Identitäre" Schläger würgen Redaktionsmitarbeiterin

Am taz-Gebäude schämten sich die faschistischen Schläger nicht, eine Frau körperlich anzugreifen. Eine Redaktions-Mitarbeiterin, die auf die Faschisten traf und deren Aktion unterbinden wollte, wurde von diesen geschubst und laut taz gepackt und gewürgt. Danach flüchtete die Bande. Der Staatsschutz ermittelt wegen Hausfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

Für die Pressefreiheit gilt mindestens Alarmstufe Gelb

Cornelia Berger, dju-Bundesgeschäftsführerin 

Zu dieser verabschäuungswürdigen Tat schreibt die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di: „Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union verurteilt die Angriffe auf mehrere deutsche Medienhäuser ... durch Gruppen der Identitären Bewegung am ... 14. Januar 2019: „Dieser konzertierte Angriff zeigt, wie bedrohlich die Situation für die Kolleginnen und Kollegen mittlerweile ist. Für die Pressefreiheit gilt mindestens Alarmstufe Gelb ...“, sagte dju-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Berger.

MLPD und Rote Fahne-Redaktion erklären sich solidarisch

Auch Mitglieder der MLPD sind in der letzten Zeit Ziel von Morddrohungen und professionellen Mordanschlägen aus dem faschistischem Lager geworden. So wurde die Internationalismus-Verantwortliche, Monika Gärtner-Engel, wiederholt vom Faschisten Jörg Reger mit dem Tode bedroht. Den MLPD-Mitgliedern Anna Bartholomé und Wolfgang Göller wurden die Reifen ihrer Autos perfide angestochen (siehe Rote Fahne News).

 

Die MLPD und die Redaktion des Rote Fahne Magazins solidarisiert sich mit den Betroffenen und fordert jetzt mehr den je: „Keinen Fußbreit den Faschisten“ und das Verbot aller faschistischer Organisationen und ihrer Propaganda.


Am 8. Januar beendeten 100  Kolleginnen und Kollegen der Cixing Knitting Fabrik in Ragun einen zweiwöchigen Streik. Die Firmenleitung beugte sich und musste sieben örtliche Gewerkschaftsaktivisten wieder einstellen. Am 7. Januar hatte sie noch  versucht, die schon zugestandene Wiedereinstellung rückgängig zu machen. Daraufhin beteiligten sich 350 Beschäftigte aus 15 anderen Betrieben in der Industriezone am wiederaufgenommenen Streik.