Hypo-Real-Estate-Pleite: Hilft Verstaatlichung?

Die aus der Hypo-Vereinsbank hervorgegangene Hypo Real Estate Bank (HRE) ist pleite. Etliche Jahre verdiente sie traumhaft hohe Renditen vor allem mit der Finanzierung vielfach völlig überteuerter staatlicher Immobilien – also schon seit langem auf Kosten der Steuerzahler.

Im Sommer 2007 hatte die HRE die Deutsche Pfandbriefanstalt (Depfa) für 5,7 Milliarden Euro gekauft, eine Bank, die 1922 für die Anlage anscheinend besonders sicherer Pfandbriefe gegründet und 1990 privatisiert worden war. Seither hat die Depfa ihren Sitz in Dublin. Sie hatte sich mit „frischem Geld“ unter anderem aus der soeben Pleite gegangenen Lehmann Brothers Bank eingedeckt – und dadurch ihren Teil beigetragen, die europäischen Banken tief in den Strudel der internationalen Finanzkrise zu reißen.