Change? Über die Illusion der weltweiten "Entspannung"

Change“ – mit der Losung der „Veränderung“ war Barack Obama als neuer US-Präsident gewählt worden. Change – das fordern viele Millionen Menschen auf der Welt vom US-Imperialismus: Schluss mit der brutalen Weltherrschaftspolitik, Schluss mit den imperialistischen Aggressionskriegen. Und mit Barack Obama scheint der US-Imperialismus ein neues, „menschlicheres“ Antlitz zu bekommen – er verspricht, Soldaten aus dem Irak abzuziehen, Kooperation und Diplomatie der Militärpolitik vorzuziehen. Aber, wer genau hinhörte, konnte schon im Wahlkampf feststellen, dass Obama nie auf den Anspruch verzichtete, dass die USA Weltmacht Nummer eins bleiben müssten; dass er in Bezug auf den Irak, auf Guantánamo usw. nie wirklich konkret wurde. Und bei vielen macht sich bereits jetzt, 50 Tage nach Obamas Amtsantritt, Enttäuschung breit: Nach „change“, nach einem realen Wechsel in der imperialistischen Weltherrschaftspolitik der USA, sucht man vergeblich.