„Solche Verletzungen werden nicht durch herkömmliche Waffen hervorgerufen“

Interview mit dem palästinensischen Arzt Dr. Muneer Deeb über seine Erlebnisse während des Gaza-Kriegs

Anlässlich einer Veranstaltung in Kassel am 9. März, bei der Dr. Muneer Deeb über seine Erfahrungen in Gaza berichtete, entstand das folgende Interview der „Roten Fahne“ mit ihm.

Sie arbeiten als palästinensischer Arzt in Kassel. Was hat sie bewo­gen, während des Angriffs von Israel auf Gaza dort medizinische Hilfe zu leisten?

Wie Sie wissen, befand sich der Gaza-Streifen vor der israe­lischen Aggression seit 18 Monaten in einem Belagerungszustand. Es herrschte somit ein Mangel an vielen wichtigen Medikamenten und Ersatzteilen für medizinische Geräte. Unsere Kollegen waren durch die enorme Zahl und die Schwe­re der Verletzungen im Dauereinsatz und waren erschöpft. So appellierten sie über die Medien an Ärzte in der ganzen Welt, nach Gaza zu kommen, um sie zu entlasten.