Stimmung unter den Opel-Kollegen zum Magna-Einstieg: „Das muss alles gründlich verarbeitet werden“

 „Kollegen spüren Ernst der Lage“

Rüsselsheim (Korrespondenz): Es gab keinen Jubel zur Beteiligung von Magna, aber durchaus eine gewisse Erleichterung. Es wurde tags zuvor Stimmung gemacht durch die Betriebsratsspitze, dass die Insolvenz bevorstehen würde und das wohl die Übernahme durch Magna der bessere Weg sei. Das alles muss gründlich verarbeitet werden. Die Kollegen spüren den Ernst der Lage, es wird viel politisch diskutiert.

„Es muss endlich was passieren!“

Bochum (Korrespondenz): Die Kollegen sagen zum Teil: „Ich hör da gar nicht mehr hin.“ Das ganze Trommelfeuer in den Massenmedien steht ihnen bis zum Hals, verwirrt aber auch. Manche versprechen sich von der GM-Insolvenz und Abspaltung von Opel tatsächlich einen „Neuanfang“.

„Es muss endlich was passieren!“

Eisenach (Korrespondenz): Bei der Diskussion um GM spielt unter den Kollegen gerade die Frage der Insolvenz nach „Chapter 11“ noch kaum eine Rolle. Was das für Folgen für die Arbeiter haben wird, ist vielen gar nicht bewusst. Bezogen auf Europa sagen die meisten, dass es überhaupt nicht richtig ist, irgendein Werk aufzugeben.