Südkorea, Russland, Italien, Deutschland … Automobilarbeiter kämpfen um ihre Zukunft

Seit Monaten streiken und demonstrieren die Fiat-Arbeiter in Italien gegen die geplante Arbeitsplatzvernichtung in den Werken Pomigliano und Termini Imerese. Bei VW in Kaluga (südwestlich von Moskau) organisieren die Kollegen kurze Streiks und „Dienst nach Vorschrift“ für Hitzepausen, Lohnerhöhungen und die Anerkennung ihrer Gewerkschaft. Im südkoreanischen Pyeongtaek halten Arbeiter des Ssangyong-Werks seit 28. Mai gemeinsam mit Familienangehörigen das Werk besetzt und verteidigen ihren Streik in erbitterten Auseinandersetzungen unter anderem gegen angeheuerte Sicherheitskräfte und Streikbrecher. Bei Opel in Deutschland ergreifen mehr und mehr Kollegen die Initiative: Mit Unterschriftensammlungen, Pausenversammlungen und kritischen Betriebsversammlungen in allen Werken protestieren sie gegen Diebstahl und Tarifbruch bei Lohnerhöhungen sowie Urlaubsgeld. In der Weltwirtschaftskrise sind die Automobilarbeiter dabei mit massiven Erpressungen – bis hin zur Drohung mit Werksschließung – konfrontiert. So wird die kämpferische Betriebsrätin Annegret Gärtner-Leymann bei Opel in Bochum als „Totengräberin des Bochumer Werks“ beschimpft, weil sie für den internationalen gemeinsamen Kampf der Belegschaften eintritt. Es häufen sich Abmahnungen und politisch motivierte Entlassungen gegen Vertreter der kämpferischen Richtung. Mit all dem können die Arbeiter nur fertig werden, wenn sie sich Klarheit über die Ursachen der Weltwirtschaftskrise verschaffen und sich organisieren. Um zu kämpfen und zu siegen, muss der international koordinierte Klassenkampf entwickelt und müssen weltweit marxistisch-leninistische Parteien aufgebaut und gestärkt werden.