Haiti: wirkliche und imperialistische „Hilfe“

Durch das schwere Erdbeben auf Haiti sind schätzungsweise 200.000 Menschen ums Leben gekommen, 1,5 Millionen Menschen wurden obdachlos und es wird befürchtet, dass eine Million Kinder zu Waisen geworden sind. Tausende Helfer suchen immer noch mit primitivsten Mitteln nach Verschütteten oder leisten medizinische Hilfe.
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In der Art des edlen Retters wollten sich auch die US-Imperialisten präsentieren – aber vom US-Militär, das Haiti besetzt hat, geht keine Hilfe für die Bevölkerung aus. Tausende US-Soldaten haben den Flugplatz von Port-au-Prince zu einem US-Luftstützpunkt umfunktioniert und den Hafen besetzt, um das Land unter allen Umständen unter US-Kontrolle zu halten und im Falle „sozialer Unruhen“ Aufstände niederzuschlagen. US-Militär patrouilliert in den Straßen. Es ist eine bewusste Irreführung der Weltöffentlichkeit, wenn die enormen Verzögerungen der Hilfeleistungen mit der Überlastung des Luftraums über Port-au-Prince begründet werden. Ein Sprecher des „World-Food-Programm“ erklärte, dass die täglichen 200 Flüge vorwiegend für das US-Militär sind. Die USA verhindern die Landung von Transportflugzeugen aus anderen Staaten mit kompletten Feldlazaretten an Bord. Das Ausfliegen Schwerstverletzter, um sie in Miami (USA) behandeln zu lassen, wird verweigert.