Afghanistan: Guttenbergs Lüge vom „Einstieg in den Abzug“

43 Besatzungsmächte und etwa 30 internationale Organisationen trafen sich am 28. Januar in London zur „Afghanistan-Konferenz“. Wohlklingende gemeinsame Deklarationen konnten nur mühsam das Scheitern der imperialistischen Besatzung verkleistern. Als „Friedhof der Supermächte“ und „Hexenkessel der Weltgeschichte“ bezeichnet etwa der „Spiegel“ das seit 200 Jahren mit Invasionen konfrontierte Land in Zentralasien. Bei der erneuten Besetzung durch eine US-geführte Koalition im Jahr 2001 ging es angeblich um den Sturz der weltweit isolierten Taliban-Regierung und die Suche nach dem „Oberterroristen“ Osama Bin Laden. Was bleibt von den großspurigen Zielen? Was ist das Ergebnis von über acht Jahren Besatzung, Krieg und Terror für die Zivilbevölkerung, wie sie im Massaker von Kundus offensichtlich wurden?