Für eine offensive Lohnrunde statt Geheimverhandlungen bei Metall!

Für 3,45 Millionen Beschäftigte endet am 30. April die Laufzeit der gültigen Tarifverträge in der Metall- und Elektroindustrie. Es ist die ers­te mitten in der Weltwirtschaftskrise. Deshalb hat sie auch von vornherein besondere Brisanz: Verteidigen die Arbeiter und Angestellten ihre Existenzgrundlage und gehen in die Offensive gegen die Me­tallkapitalisten oder gelingt es diesen, die Krisenlasten auf die Kolleginnen und Kollegen abzuwälzen? Gesamtmetall will die Arbeiter erpressen nach dem Motto, wenn ihr nicht auf Lohn verzichtet, dann seien Massenentlassungen unvermeidlich. Das ist gelogen, denn obwohl die Tarifrunde im November 2008 mit dem gleichen Vorwand abgebügelt wurde, sind im letzten Jahr über 300.000 Beschäftigte, meist junge Leiharbeiter, entlassen worden. Die Option, nach der Kurzarbeit Massenentlassungen vorzunehmen, hat Gesamtmetallchef Kannegießer deutlich erklärt: „Wenn sich ein Unternehmen von Mitarbeitern trennen will, weil es für sie keine Beschäftigungsperspektive mehr sieht oder weil es die Unterauslastung nicht länger finanzieren kann, muss das auch künftig möglich bleiben.“