„Stuttgart 21“ – unumkehrbar?


Stuttgart (Korrespondenz): Am Freitag, 29. Januar kam Bahnchef Grube zu einer Veranstaltung bei der Landesbank BW nach Stuttgart. 8.000 bis 10.000 „S 21“-Gegner bereiteten ihm einen gebührenden Empfang. Zuvor sammelten sie sich in drei Sternmärschen zum Bahnhof. Grube traute sich sogar ans Mikrofon. Er teilte uns mit, dass er unsere Bedenken ernst nähme, und bot den „Dia­log“ an. Ein gellender Protest mit Trillerpfeifen und Töpfen war die Antwort. „Zehn Jahre Baustelle in der Stadt gegen die Bevölkerung – das halten Sie nicht durch“, wurde ihm am Mikrofon hinterhergerufen. In bester Stimmung sang der ganze Platz den Banana-Song „in Stuttgart züchtet man jetzt Bananen – Schuster geht und der Bahnhof bleibt da“ mit. Der Sänger stellte die Frage in den Raum, ob die Projektbetreiber ein zweites Whyl oder Wackersdorf riskieren werden? Drei Tage später wieder Montagsdemo mit 3.000 Teilnehmern.