150.000 bei längster Menschenkette gegen Atomkraftwerke


Mit 147.000 Teilnehmern setzte die Anti-AKW-Bewegung beim bundesweiten Protesttag und Tschernobyl-Gedenktag am 24. April ein starkes Zeichen. Die Proteste vereinten breite Schichten der Bevölkerung im Protest gegen die menschenverachtende und diktatorische Atompolitik der schwarz-gelben Bundesregierung. Diese will die Laufzeiten auch der Alt-AKWs unbeschränkt verlängern und betreibt unter dem heuchlerischen Schlagwort der „Brückentechnologie“ und des angeblichen Klimaschutzes zusammen mit den Energiekonzernen und Siemens den Neubau von Atomkraftwerken in zahlreichen Ländern. Dieses Konzept dient einzig und allein der Profitgier der Monopole, liefert den Vorwand für Repression, Bespitzelung und weiteren Abbau demokratischer Rechte, riskiert einen Super-GAU wie Tschernobyl in Deutschland und bedeutet schon im „Normalbetrieb“ für tausende Menschen Krankheit und Tod. Eine breite Mehrheit von über 70 Prozent der Bevölkerung fordert die sofortige Stilllegung aller AKWs und ist für den Übergang zu regenerativer Energieversorgung. Mit dem Aktionstag haben auch die Versuche von SPD und Grünen, den Protest zu vereinnahmen, einen neuen Höhepunkt erreicht. SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel und die grünen Exminister Renate Künast und Jürgen Trittin durften in der Menschenkette medienwirksam auftreten. Offenbar hoffen sie auf Unwissenheit gerade jüngerer Demonstranten.