Weltweite Proteste gegen blutige Militärattacke der israelischen Marine


Planmäßig sollten am 29. Mai die von der „Free Gaza“-Bewegung kurz vor Pfingsten auf den Weg gebrachten Schiffe mit Hilfsgütern und 700 Aktivisten aus 40 Ländern in Gaza landen. Auf Druck von Israel wurden der Flotte von Anfang an Schwierigkeiten gemacht. In Zypern mussten zwei von acht Booten zurückbleiben. Internationale Parlamentarier und der schwedische Schriftsteller Henning Mankell beteiligten sich an der Solidaritätsflotte. Ein israelisches Einsatzkommando stürmte am 30. Mai rund 150 Kilometer vor der Küste die Schiffe. Als sich Aktivisten des palästinensischen Widerstands wehrten, wurde das Feuer gegen sie eröffnet. Vermutlich 19 Schiffsinsassen starben. Über 50 sollen verletzt sein. Spontane weltweite Proteste verurteilten den mörderischen Anschlag. In Istanbul gingen 10.000 auf die Straße, in 20 griechischen Großstädten gab es Demonstrationen. Auch in Deutschland gab es sofort Proteste. In Berlin, Stuttgart, Duisburg und anderen Städten demonstrierten einige hundert.