Afrika – umkämpfter Kontinent

Selten stand Afrika so im Blickpunkt der ganzen Welt wie jetzt während der Fußball-Weltmeisterschaft. Faszinierend die reiche Kultur, die Lebensfreude der Menschen und die lange Geschichte von Unterdrückung, Ausplünderung und Befreiungskämpfen auf diesem Kontinent. Für viele unvorstellbar die krassen Gegensätze: hochmoderne Bauten und Stadien in Südafrika, Großbetriebe der internationalen Monopole auf dem neuesten Niveau – daneben Elendsviertel für Millionen. Und das, obwohl Südafrika auf Wunsch der FIFA mehrere Slums hat räumen lassen. Die brutale Rassentrennung in diesem Land mit Namen „Apartheid“ wurde Anfang der 1990er Jahre niedergekämpft. Nelson Mandela, der 28 Jahre lang gefangen war, wird in Südafrika massenhaft verehrt wie ein Heiliger – er steht für den unbeugsamen Kampf eines Volkes gegen die blutige Unterdrückung. Der Aufstand in Soweto 1976 läutete das Ende der Schreckensherrschaft der weißen Rassisten ein. Afrika ist ein umkämpfter Kontinent – zwischen den Imperialisten, die ihre Herrschaft über dieses riesige Gebiet mit seinen immensen Ressourcen mit brutalen Mitteln gegen ihre Konkurrenten verteidigen. Vor allem aber zwischen Vergangenheit und Zukunft: zwischen dem Erbe des Kolonialismus und Neokolonialismus und dem Kampf um eine befreite Gesellschaft im echten Sozialismus.