„Antideutsch“ contra internationalistisch


Manchmal denkt man, man traut seinen Ohren nicht. Ist die Aussprache so komisch? Hör’ ich wieder so schlecht? Oder hat da wirklich ein Block überwiegend schwarz gekleideter junger Leute auf der antifaschistischen Demonstration nicht „Hoch die internationale Solidarität“ gerufen? „Antinationale Solidarität“ – was soll das denn sein? Gegen Nationalismus sein ist klar. Aber gegen Nationen? Wie soll das gehen? Wo diese Fragen auftauchen, ist der Einfluss der „Antideutschen“ nicht weit. Ein in den 1990er Jahren in der „Radikalen Linken“ entstandenes Phänomen, das in verschiedenen Regionen vor allem in der antifaschistischen Jugendbewegung anzutreffen ist. Grund genug, Entstehungsgeschichte, Positionen und Verhalten der „Antideutschen“ nachzugehen. Und die Frage aufzuwerfen, ob sie sich zu Recht als Bestandteil der antifaschistischen Bewegung ausgeben.