Von Athen bis Dublin: Europaweite Arbeitereinheit im Erstarken


Für den 29. September ruft der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) zu einer europaweiten Demonstration in Brüssel gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Masse der Bevölkerung auf. Es ist die erste europaweit gemeinsame Aktion der europäischen Gewerkschaften seit dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise. Angesichts der immer rigoroseren Abwälzung der Krisenlasten auf die Arbeiter und breiten Massen nimmt die Kampfbereitschaft in verschiedenen europäischen Ländern zu. So gab es in Frankreich einen Generalstreik gegen die Rentenpläne der Regierung und in Spanien streiken Bergleute für die Auszahlung ihrer Löhne. Für den 29. September werden in Griechenland und Spanien Generalstreiks vorbereitet, am 28./29. September wollen die spanischen Bergarbeiter 48 Stunden lang streiken. Auch in Deutschland nimmt der im Frühsommer begonnene Stimmungsumschwung unter den Massen eine neue Qualität an. Er manifestiert sich in Massenprotesten wie gegen „Stuttgart 21“ oder für die Abschaltung der AKWs, die Züge eines aktiven Volkswiderstands annehmen. Im Zentrum steht dabei, dass das Diktat der Monopole zunehmend durchschaut und nicht mehr hingenommen wird. Das geht damit einher, dass neue Kreise in den Kampf einbezogen werden. Der europaweite Aktionstag bekommt in dieser Situation zusätzliche Brisanz, geht es doch darum, ob und wie in diesem Herbst der Stimmungsumschwung auf die Arbeiterklasse übergeht und damit wiederum eine neue Qualität im Kampf gegen Regierung und Monopole bekommt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Auseinandersetzung unter den Bergarbeitern, aber auch in der Stahlindustrie und in weiteren Betrieben, in denen es unter den Belegschaften zunehmend gärt.